25/6/2007 Die Möbel zur aktuellen Vitra-Ausstellung?

Die momentane Ausstellung „MyHome“  im Vitra Design Museum Weil am Reihn zeigt „Sieben Experimente für neues Wohnen“

   

  • Der Übergang von Draussen ins Innere des Museums bildet ein, auf Holzlattenboden platziertes, romantisch beleuchtetes, Strohzelt von Fernando und Humberto Campana.

  • Jurgen Bey zeigt dünne Pergaminwände die mit filigranen Wohn- und Arbeitsraumentwürfen versehen sind.


 

  • Eine dreidimensionale Farbpalette, bestehend aus unterschiedlichsten Wohnaccessoires, präsentiert die Künstlerin Hella Jongerius – sie war übrigens dieses Wochenende an der Ausstellung anwesend…

 

 

 

 

  • In der eigens für diese Ausstellung konzipierten Museums Cafeteria, spielt der Architekt Jürgen Mayer in wunderschönster Weise mit warmen Farben und dekonstruktivistischen Formen.

      

  • Eine topmoderne, am Computer designte Wohnlandschaft des Architekten Greg Lynn, lädt zum verweilen ein. Die dazu passenden Ausstellungswände sind mit kleinen Robotermodellen versehen.

    

  • Im Obergeschoss sind zeltartige, Ruhe- und Rückzugszonen aus weichen Materialien aufgebaut: Räume im Raum. Erwan und Ronan Bouroullec heissen die Künstler.

Hier wird die Auseinandersetzung mit den eigenen und ganz anderen, neueren Wohngewohnheiten gefördert. Es zählt die Individualität.

 


05/1/2007 apropos WohnDesign V

Dieser Beitrag ist erstmals erschienen am 17.11.2006

Wo finde ich meine persönlichen Inspirationsquellen fürs Wohndesign?

Man sieht nur mit dem Herzen gut – Saint- Exupérys Worte gelten auch für Gestaltung. Sobald ich mein Umfeld mit allen Sinnen wahrnehme, öffnet sich mir die wundervollste Palette von Inspirationsmöglichkeiten.
Die persönliche Wahrnehmung dessen was uns begegnet ist/soll/muss massgebend sein für die selber kreierten Dekogestaltungen. Nichts anderes kann unser Schöpferischsein mehr beseelen als unsere intuitiven Empfindungen. Es geht hier auch um Authentizität. Dekogestaltung soll ja nicht Kopie sein und vor allem soll der eigene, ganz persönliche Stil zur Entfaltung kommen.

  • In der Natur
    Farben der Pflanzen- und Blumenwelt, unterschiedlichen Witterungen, Landschaften.
    Wälder, Lichtungen, Steinen und Kiesel am Flussufer oder fliessendes Wasser...
  • Fotografie
    Bilder die mich berühren und deren Eindrücke mich weiterführen...
  • Musik
    Klänge die innere Bilder auslösen, die ich in Gestaltungselemente umsetze...
  • Gegenstände und Kunstobjekte
    Oft lasse ich mich durch Plastiken und Kunstobjekte oder Bilderausstellungen zu etwas Neuem inspirieren. Manchmal sind es Schmuckstücke die mir Assoziation zu einem ganz anderen Gestaltungsobjekt bieten...
  • Kulturmerkmale fremder Länder
    Auf Reisen begegne ich Ungewohntem und meine Phantasie wird spielerisch auf anderen Ebenen angeregt...

  • Eine Sammelschachtel mit Bilder und Texturen evtl. auch mit kleinen Gegenständen die uns ansprechen, ist ein ideales Mittel um sich immer wieder Inspirationen zu holen.
    Es geht nicht um die Umsetzung des Abgebildeten.
    Viel eher sind es Eindrücke die uns je nach Gegebenheit immer wieder mit neuen und anderen Impulsen beliefern. Manchmal ist es der Lichteinfall, manchmal der damalige Duft oder vergangene Begegnungen die in uns das nötige „Gepacktsein“ auslösen und somit als Ideenbringer fungieren.

    Drei Beispiele in den Kommentaren

05/1/2007 apropos WohnDesign IV

Dieser Beitrag ist erstmals erschienen am 9.11.2006

Farbgestaltung in Räumen

Mit allergrösster Sorgfalt wählen wir die Farben für Innenräume aus. Das Wohlbefinden der darin lebenden und arbeitenden Menschen kann durch die Farbgestaltung beeinflusst werden.
Mir scheint wichtig sich diesbezüglich an farbpsychologischem Grundwissen zu orientieren.

Farbwahl
Wir erstellen eine Farbpalette der bereits unveränderbar bestehenden Farben und Materialien => jedes Material wirkt trotz derselben Farbgebung ganz unterschiedlich.
Auf dieser Grundlage bauen wir ein Spektrum aller dazu passenden Farben auf.
Die Farbwahl für den Wohnbereich in einer Institution richtet sich nach den Grundbedürfnissen der Bewohnenden. Wir wollen ihnen eine Atmosphäre von Behaglichkeit, Entspannung, Ruhe und Geborgenheit vermitteln. Dazu sind ruhige, eher gedämpfte Farben geeignet.

Hauptfarbe
Die grösste Fläche nehmen, nebst der Fensterfront, die Wände ein. Daher prägt die Wandfarbe stets die Grundstimmung eines Raumes.
Es müssen nicht zwingend alle Wände farbig gestrichen werden. Einen starken Akzent setzen wir mit nur einer farbigen Wand, neben dem hellen Grundanstrich der übrigen Wände und der Decke.
Wollen wir einer bestimmt Stimmung mehr Gewicht verliehen, so können auch mehrere Wände oder sogar die Decke in derselben Farbe gestrichen sein. In dem Fall sollten die Assesoirs des Raumes zur Grundfarbe passen.

Ein heller Farbton lässt jeden Raum optisch größer erscheinen.
Je dunkler der Farbton ist, desto kleiner, allerdings auch gemütlicher, wirkt ein Raum.

Attraktiv, ansprechend und spannend wirkt ein Haus, wenn die verschiedenen Räume in unterschiedlichen Farbstimmungen gestaltet sind.
Dabei darf sich durchaus ein roter Faden durch das ganze Gebäude ziehen z.B. in dem alle Fensterrahmen oder die Bodenplatten oder das durchs ganze Haus geführte Treppengeländer, in derselben Farbe gehalten sind.

Begleit - Farbtöne
Damit die Wandfarbe sich gut ins Gesamtbild des Raumes integriert, wiederholt sie sich auch an anderer Stelle.
Den Bezug zur Wandfarbe herzustellen und sie einzubinden, lösen wir am Besten mit Wohntextilien oder Dekorationen in diesem Farbton.
Wenn alle Farbtöne aus einer Farbpalette stammen, entsteht zwar eine lebendige aber doch einheitliche Grundstimmung d.h. sobald wir gut passende Farbvariationen wählen, muss die Hauptfarbe nicht unbedingt wieder aufgenommen sein.

Kontrastfarben
Farben aus anderen Farbkreisen und ganz unterschiedliche Materialien wie Holz, Tonplatten und andere Naturmaterialien, sind zur kontrastierten Farbgestaltung wichtig. Sie müssen allerdings gut dosiert und deutlich hinter den Haupttönen liegen. Erst die Kontrastfarben führen die Hauptfarbtöne zur optimalen Wirkung. Wenn sie gezielt, und nicht durch Zufall, zueinander gefügt sind, entstehen wunderbare Akzente: eine interessantes und positives Spannungsverhältnis wird aufgebaut.

Kurzbeschrieb der Farben und ihrer Bedeutung in den Kommentaren·
in spezieller Rubrik werde im Laufe der Zeit noch ausgiebiger auf die einzelnen Farben eingehen.



05/1/2007 apropos "WohnDesign III"

Dieser Beitrag ist erstmals erschienen am 22.08.2006

Blumen und Pflanzen gehören zum Wohndesign wie das A zum O.

Blumen sind Teil der Raumgestaltung. Wenn Ordnung und Sauberkeit für eine positive Wohnatmosphäre sorgen, so drücken aufmerksam und sorgfältig gepflegte Blumen den fürsorglichen Umgang in einem Haus aus.
Wir entscheiden je nach Gelegenheit ob die Blumen einen speziellen Blickfang bieten, oder ob sie in die Deko integriert sein sollen.
Zum Dekoelement „Blumen“ zähle ich auch Gräser, Ähren, dekoratives Gemüse, Früchte, Moos, Zweige und kleinere Äste aus dem Wald etc.

Die herkömmlichen Einstellformen – aufrecht, langstielig in Vasen – dürfen durchaus auch mal vergessen werden. Z.B. sind Blütenköpfe in bauchigen Glasschalen besondere Hingucker – oder auch zwei gleiche Kugelvasen: im der einen nur Blütenköpfe in der andern zwei, drei langstielige Blüten derselben Sorte..
und und und der Phantasie sind kaum Grenzen gesetzt – einziger wichtiger Grundsatz: zu Blumen gehört absolut kein künstliches Beiwerk – Blumen und Blätter wirken schon durch sich selber bezaubernd und nichts soll ihnen die Show stehlen.

Gefässe für Blumen
Farbige, mundgeblasene oder handbemalene Vasen sind Kunstobjekte und wirken am Besten für sich alleine – ohne Blumen.

Gefässe aus Glas, Porzellan, Steingut oder Steinzeug sollten im Gebrauch als Blumenvasen immer einfarbig sein und nie mit den Blumen in Konkurrenz treten. Im Prinzip können wir uns mit wenigen Sorten von Gefässen begnügen. Ich selber mag am liebsten durchsichtige Glasgefässe. Sie sind etwas aufwändiger zu behandeln, aber Blumen gedeihen in tiptop gereinigten Vasen sowieso am besten.

Die Runden. In Kugelvasen kommen die runden, gebundenen, farbigen Gebinde gut zur Geltung. Sie lassen den Blumen viel Entwicklungsfreiheit. Sich öffnende Blütenköpfe neigen sich grazil über den Vasenrand und sehen in diese Wuchsbewegung in Kugelvasen am schönsten aus.
Tipp: Blüten in mehrere kleinere Kugelvasen aneinandergereiht sind elegante Installationen.
Lange Stiele locker rund zusammengewunden, finden Platz in kugeligen Vasen und bieten einen aussergewöhnlichen Anblick.

Die Hohen. Locker gebundene höhere Sträuße finden Platz in hohen, zylindrischen Vasen. Die würdevolle Wirkung dieser Arrangements/Sträusse wird dadurch noch verstärkt. Bei den höheren Sträussen spielt das Grössenverhältnis Vase / Strauss eine wichtige Rolle. Klassische Proportionen, etwa der „goldene Schnitt“ ( 1 : 1,618), sind in der modernen Blumenbinderei jedoch kein Dogma mehr. Wo es früher eindeutig hieß: ein Drittel Vase, zwei Drittel Strauß, hat man heute wesentlich mehr Gestaltungsfreiheit.
Tipp: In Mode sind zur Zeit hohe Gefässe die mit relativ wenig Wasser auskommen und die Blumen samt Kopf in sich aufnehmen.

Die Schmalen. Einzelblüten haben eine zauberhafte Wirkung. Großblütige Rosen, Calla und Anthurien, aber auch eine Hortensiendolde, Ingwerblüten oder sogar Gerbera passen in die klassische Einzelblütenvase. Die schmale Öffnung ist hier wichtig. Es ist zu überlegen ob die Vase sich am Boden bauchig öffnet oder gradlinig bleibt – das Reinigen der Vasen ist immer ein Thema...
Tipp: eine Reihe (oder Gruppierung) mit einzelnen ReagenzglasVasen und solitär Blüten auf der Esszimmerkonsole und als Gegenstück auf dem Beistelltisch nur eine einzige Blüte im Reagenzglas, ergibt eine enorm spannende gestalterische Wirkung.

Die Eckigen. Es muss nicht immer ein gestylter Blumenstrauß sein, der Blicke auf sich zieht. Auch lose eingestellte Blumen ergeben eine stimmungsvolle Dekoration. Hier kommt dann das rechteckige Gefäss zum Einsatz. Für die jetzt aktuellen Sonnenblumen, die viel Wasser benötigen, bietet diese Gefässe genügend Platz.
Tipp: Besonders eckige Glaswasen können gut mit nicht floralen Dingen gefüllt werden z.B. Sand mit einer grossen Muschel oben drauf. Oder Steine in den verschiedensten Grössen etc.


05/1/2007 apropos "WohnDesign II"

Dieser Beitrag ist erstmals erschienen am 23.06.2006

Endlich durfte ich so richtig loslegen: die bereits angekündigte Weiterbildung zum Thema „Wohndesign im Heim“ ist gestartet.

Interessierte Frauen mit Aha-Erlebnissen schon in der ersten Lektion.
Primär ging es mir bei diesem ersten Treffen um die Spiegelung ethischer Grundwerte in der Umfeldgestaltung einer Institution.

Das verheissungsvolle Wort „Wohndesign“ ist nicht bloss ein modernes Wort.
Für mich ist es der bestmögliche Ausdruck, für die Umsetzung einer wertschätzenden Lebensphilosophie und einer sorgsamen, sensiblen Lebensgrundhaltung die wir Menschen entgegen bringen.

· Design fordert unsere präzise Auseinandersetzung mit den aktuellen Gegebenheiten und den Lebensumständen der Menschen in unserer Institution.
· WohnDesign beschäftigt sich auch mit den Lebensweisen der Bewohner.
· Die Design-Idee ist kein zufälliger Einfall., sondern gereifte Inspiration.
· Design kopiert nicht, sondern gibt selber Impulse.
· Design hat einen hohen qualitativen Wert.

Diese fünf charakterisierende Punkte näher zu definieren und mit Beispielen zu untermauern war erster Teil der Lektion. Dabei spielten die Schwerpunkte ‚bewusstes in der Stadtmitte wohnen’ ‚Wohnstil der 60er Jahre’ und ‚Nomen est Omen’ eine wichtige Rolle.

Eindrücklich, was das Thema ‚Wohndesign’ in dieser Sequenz sonst noch auslöste.
Als Beispiel sei genannt, dass auf einmal ganz klar wurde, wirklich überhaupt nie mehr von ‚Heimbewohnenden’ zu reden. Bei uns leben Kunden und Klienten die mit „Damen und Herren“ angesprochen werden. Dass sie hier wohnen müssen wir nicht explizit hervorheben.
Wertschätzung und Würde stehen an oberster Stelle und sind unantastbar.

Design – nicht nur ein Wort.
Design – nicht nur abbildende Kunst und Gestaltung.
Design – eine Lebensphilosophie.


apropos Lieblingsworte zum Wohnen designen: sie sind nicht zum Zuge gekommen .... ;-)

05/1/2007 apropos Wohndesign I

Beitrag erstmals erschienen Dienstag 18.4.2006

apropos "Wohndesigne..."
Im Augenblick bereite ich eine Weiterbildung vor, zum Thema „Wohndesign im Heim“.
Vor Jahren, als wir unser eigenes Haus gekauft und renoviert haben, waren uns fünf Begriffe wichtig:
LEICHTIGKEIT, GENAUIGKEIT, ERFASSBARKEIT, VIELSCHICHTIGKEIT und SINNLICHKEIT.
Heute merke ich, wie sehr diese fünf Definitionen noch immer mein ganzes ästhetisches Empfinden ausdrücken und zu meinen eigentlichen Gestaltungs-Prinzipien geworden sind. Aus dem anfänglichen Wort ‚Sinnigkeit’ hat sich sofort ‚Sinnlichkeit’ manifestiert.
Die Worte ‚Schlichtheit’ ‚Schnörkellosigkeit’ ‚Unkompliziertheit’ und ‚Kombinierbarkeit’ wollten sich bald dazu gesellen. Aber ich zähle sie nicht in einem Atemzug auf wie die obigen Worte, denn sie sind eigentlich in ihnen schon enthalten und/oder schliessen sich in einem Fall sogar aus. ‚Vielschichtigkeit’ ist in gewissem Sinne Antagonist von ‚Schnörkellosigkeit’ und ‚Unkompliziertheit’.
‚Erfassbarkeit’ und ‚Schlichtheit’ könnten sogar Synonyme sein.
Bleibt also einzig das Wort ‚KOMBINIERBARKEIT’ aus dieser Gruppe stehen.
Es gibt ein Wort, das ich nicht von Wohngestaltung und Wohndesign ausklammern dürfte: ‚Kreativität’
Ich scheue aber dieses wunderbare Wort wie der Teufel das Weihwasser. Zuviele Missverständnisse sind damit verbunden: Basteln liegt zu nahe...

PHANTASIE – dies wäre eines der Zauberworte. Es beinhaltet Kreativität und zeigt zugleich auf den Weg des Übersinnlichen, der uns ja immer auch offen steht.
Somit habe ich also meine sieben wegweisenden Worte zusammen ...