03/3/2010 apropos "gelebtes Leben..."
Begeistert halte ich einen speziellen Bildband in den Händen.
Von je her favorisiere ich als Lektüre Biografien, Tagebücher und Kunstbände. Nichts fasziniert mich mehr, als Entwicklungsgeschichten zu verfolgen. Überhaupt bin ich davon überzeugt, dass jedes Leben - und sei es auf den ersten Blick noch so sehr als „alltäglich“ zu taxieren – Stoff für eine interessante Story bietet.
Der allererste Satz aus dem amerikanischen Tagebuch von Mueller-Stahl bekräftigt mein Empfinden. Sich zu bücken, sei der einzige Effort um eine realisierbar Filmgeschichte aufzulesen, behauptet Mueller-Stahl gegenüber einem befreundeten Drehbuchautor.
Dass es wirklich möglich ist, beim ersten besten Menschen den er trifft, auf eine spannende Story zu stossen, beweist sein Buch „VENICE“. Ich konnte nicht anders, als am Tisch sitzend – VENICE ist ein grosser, schwerer Bildband – die ganze Geschichte in einem Zuge zu lesen. Die Bilder des Künstlers Mueller-Stahl ausgiebig zu betrachten ist immer wieder angesagt und fordert wesentlich mehr Zeit als das Lesen.
Mich beeindruckt einerseits die unwahrscheinliche Vielseitigkeit von Armin Mueller-Stahl als Schauspieler, Filmemacher, Musiker, Autor und bildender Künstler.
Andererseits steht dieses Buch für mich als Paradebeispiel für die Tatsache, dass die nähere Betrachtung von gelebtem Leben mit seiner Fülle, so anziehend und fesselnd wie ein Film ausgestaltet ist – oder und überhaupt noch viel mehr...












