27/12/2009 apropos "erlebt..."
Nach einem sehr langen Tag - vollgepackt mit zahlreichen Kurzerlebnissen die es zu überdenken gibt - pilgere ich nach Hause.
Ist schon Vollmond oder doch noch nicht so ganz? Oooder etwa schon vorbei?
Die Wahrheit ist den Menschen zumutbar.
Enttäuscht sein heisst ohne Täuschung sein.
Klar sehen, desillusioniert und realistisch.
Ist dies genau das, was sich die meisten Menschen wünschen?
Die Wahrheit ist zumutbar und vielleicht entwickelt sich daraus eine andere, individuell zum Einzelnen passende Wirklichkeit.
Phantasievolle, warmherzige und verspielte Persönlichkeiten lassen sich nicht einfach so ernüchtern.
Dass Bundesrat Merz grosse Gefahren auf uns zukommen sah und deshalb Dinge möglichst rasch erledigen wollte, kann ich nachvollziehen.
Welcher unmittelbarer Bedrohung sah er sich aber gegenüber, als er von der besprochene Richtung abwich?
Gibt es triftige Gründe, die sein Verhalten rechtfertigen?
Die Zeit bis zur nächsten Sitzung am Mittwoch und der konkreten Kommunikation/Information nach Aussen, lässt zu viel Spielraum für Spekulationen. Himmel, wie ich es hasse nicht orientiert zu sein...
Einfach so sein wie ich bin. Sei einfach so wie du bist.
Kannst du den Kern erkennen?
Besteht der Kern bei jedem Menschen aus demselben Stoff?
Wenn alles rundum zerbricht und wirklich nur noch das Zentrum des Wesens übrig bleibt - ist dieses Zentrum Liebe? Unendliche, grenzen- und bedingungslose Liebe?
Welcher dieser Steine ist der Schönste? Sag es mir, welcher gefällt dir am Besten?
Ich selber kann mich nicht wirklich entscheiden.
Sobald ich einen dieser Steine in der Hand halte, sehe ich die Andern nebenan und finde auch darunter interessante und vielleicht sogar den schönsten Stein und und und ... sie lassen sich gar nicht vergleichen diese Steine. Der Eine ist mir so lieb und recht wie der Andere – je nach Blickwinkel wird der hier oder dieser dort zum Schönsten und zum Begehrenswertesten. Ich liebe Steine und nicht nur einen Stein.
Und wie steht es mit Menschen?
"Ich freue mich, wenn du bei mir bist,
aber hilf mir nicht, wenn ich es selbst kann, auch wenn es lange dauert;
gib mir nicht, was ich selbst nehmen kann, auch wenn ich mich anstrengen muss;
stütze mich nicht, wenn ich selbst stehen kann, auch wenn es mich fordert;
hole mir nicht, was ich selbst erreichen kann, auch wenn ich Umwege mache;
sage mir nicht, was ich selbst erkennen kann, auch wenn ich es nicht so klar sehe.
Lass mir Raum, lass mir Zeit,
lass mir die Möglichkeit, selbst zu suchen, selbst zu finden, selbst zu tun,
meine Möglichkeiten zu entfalten, ich selbst zu sein!"
Feigenwinter, 1991
Morgen ist es an mir, mich und meinen Bereich, der neuen Chefin vorzustellen. Natürlich gehe ich gut vorbereitet zu diesem Treffen – schliesslich nimmt mein Beruf einen grossen Teil meines Lebens ein und ich kenne mich darin in- und auswendig aus. Die üblichen Fragewendungen zur Person sind mir vertraut – ich nehme nicht an, dass ich diesbezüglich überrascht oder gar überrumpelt werde. Wenn doch, lassen mich meine Spontaneität und der Humor über die erste Verblüffung hinweg gleiten – das ist eh klar. Die Frage „Wer bist du?“ wird sich auch die neue Frau nicht zu stellen erdreisten <);o)
Wer bin ich denn?
Die Rinaa. Neinein das ist lediglich mein Name.
Die Berufsfachfrau. Neneee nicht mein Beruf ist gefragt.
Ehefrau des Liebsten. Nicht nach meinem Ehemann wird gefragt.
Mutter von T. – nicht meine Kinder interessieren.
Tochter von G. und K. – niemand will wissen welche Eltern mich geboren und aufgezogen haben.
Schwester von … Leserin des … Aaaahhhh jetzt weiss ich’s: ich bin die Bloggerin von apropos. Neeeeein, es ist auch nicht gefragt welches Blog ich führe.
Es ist recht schwierig, einfach zu sein.
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