02/2/2009 apropos "letzter Januartag..."


 

Ein trüber grauer Tag. Was liegt da näher als MEHR zu erleben – über dem NebelMEER.

 

Geplant war ein Mutter/Tochtertag. Mama besorgte schon Wochen im Voraus Bahn-Tageskarten und kalkulierte mit schönstem Januarwetter in hohen Lagen und überhaupt nicht mit einer Grippewelle im Unterland.  Guten Mutes wähnte Mama sich bald wieder Genesen und rechnete überhaupt nicht mit der Sturheit der diesjährigen Grippe.

Liebes, ich wünsche dir gute Besserung und danach eine wirklich glückliche und gesunde Zeit! Wir beide werden im Frühling zu einer tollen Tour de Suisse starten!

 


27/9/2008 apropos ... Schwalbennester?

Pünktlich sind die Schwalben ausgeflogen.

Wie seit Jahren nicht mehr, haben in diesem Jahr die Schwalben ihr Nester wieder hier in diesen natürlichen Wall gebaut.

 

Vielleicht auch Folge der geglückten Renaturierung der Marsch auf Föhr?

Seit über zehn Jahren kauft der Förderverein "Elmeere" Landwirtschaftsland auf, um daraus durch Verwässerung wieder die ursprünglichen amphibischen Feuchtgebiete zu bilden.

Föhr ist Zentrum des grössten Naturschutzgebietes Europas.

Lebensinhalt und Engagement vieler Insulaner gilt ihrer enormen Naturverbundenheit. Im Kleinen bewirken die Föhrerner Grosses.

Föhrer => Bewohner der Insel,

Föhrerner => Menschen mit tiefen, anfänglichen Wurzeln auf der Insel.


28/8/2008 apropos "Ferienreife..."

Seit Anfang Jahr steht der Termin für unseren grösseren Urlaub fest. Dazu bevorzugen wir den Herbst. Da gibt’s keine Zitterpartie ob ja oder plötzlich doch nicht – diese Zeit ist für uns sakrosankt und kann von gar niemandem umgeworfen werden. Hhmmm besser wäre natürlich noch eine Frühbuchung – das Reisevoucher in der Hand gilt allgemein als unumstössliche Ferienzeitversicherung.

Nun sind wir aber keine Frühbucher und die schönste Zeit im Jahr wollen wir nicht schon weit im Voraus verplanen und mit Inhalten füllen.
Grösstmögliche Spontaneität wenigstens in der arbeitsfreien Zeit.

Also wären Camperferien, mit den unbegrenzten Freiheiten die sie beinhalten, eigentlich das Idealste für uns… wenn das Wörtchen ‚wäre’ nicht wär’ – Schlimmeres als auf überfüllten Strassen herumzukurven gibt es glaub nicht. Und die Platzfrage – wochenlang, tagein tagaus, in einer Einzimmerwohnung zu hausen und zu reisen, wäre glaub für uns auch nicht der Born des goldenen Glücks.

Fly and Ray scheint mir eine gute Variante – nur zeitweilig als Kofferziehertouristen zu fungieren wäre, zumindest für mich, annehmbar.
okokok  der Webrahmen müsste zu Hause bleiben, der gross Bücherstapel verringert und das Garderobenausmass gekürzt werden -  und auf die Leinwände würde ich notabene auch verzichten.
Ob allerdings der Liebste grad in diesen ersehnten verpflichtungsfreien Tagen seinen Lesestoff, seine Fotoausrüstung, die Wanderschuhe und sein Fischerzeug entbehren könnte, ist fraglich.

Fazit zu unserer Ferienplanung

  • Um Spontaneität zuzulassen entscheiden wir uns erst kurzfristig für ein Reiseziel.
  • Um den Platzproblemen zu entgehen sehen wir uns nach einem kleinen Ferienhäuschen um.
  • Um grösstmögliche Freiheit zu geniessen reisen wir individuell mit einem eigenen Fahrzeug.
  • Um den halben Haushalt mitzuschleppen fahren wir – trotz flutendem Verkehr – per Auto.
  • Um meiner Sonnenallergie keinen Nährboden zu bieten, wählen wir den Herbst und den Norden als Reiseziel.
  • Um frischen Wind um unsere Nasen ziehen zu lassen, geht es an einen für uns noch unbekannten Ort.

Um uns Wohlzufühlen, Neues zu entdecken, nicht alltägliche Erlebnisse zu geniessen, den Hobbys zu frönen, Weite zu spüren, den Boden unter den Füssen zu behalten und Zeit für die Zweisamkeit auszukosten, wählen wir Föhr als ‚unsere’ Insel.

Foto bei VERDIER 


16/7/2008 ... eingetaucht ins Feenland


Die kleinen Jahreszeitenbücher von Cicely Mary Barker sind mir längst ans Herz gewachsen.
Schon vor Jahren erhielt ich Eines davon von einer Klientin zum Geburtstag geschenkt. Seither führen diese Bilder die Seniorengruppe und mich als ihre Begleiterin, jeweils in die neue Saison ein...

Unversehenes und sehr berührt tauchte ich heute früh ein in diese kleine Website - ein willkommener Unterbruch aus dem Dickicht meines heutigen temporär pragmatischen Weltenbild ;-)

 




http://www.flowerfairyprints.com/List.htm


15/7/2008 auch hier ein Karussell

Mit einem Dach und seinem Schatten dreht
sich eine kleine Weile der Bestand
von bunten Pferden....

... und das geht hin und eilt sich, dass es endet,
und kreist und dreht sich nur und hat kein Ziel.
Ein Rot, ein Grün, ein Grau vorbeigesendet,
ein kleines kaum begonnenes Profil -

 
... und auf den Pferden kommen sie vorüber ...
 

 ... und manchesmal ein Lächeln, hergewendet,
ein seliges, das blendet und verschwendet
an dieses atemlose blinde Spiel. . .

aus: Rainer Maria Rilke, Juni 1906, Paris


14/7/2008 Unverhofft schaut er mir mitten ins - <strike>Gesicht</strike> Herz

Ohne Engel wäre die Welt
grundlos?
glanzlos?
lieblos?
seelenlos?
herzlos?
kopflos?
spannungslos?
fantasielos?
gefühllos?
sprachlos?
tonlos?
trostlos?
geistlos?
vernunftlos?
orientierungslos?

Ohne die Engel wäre die Welt
wüst und leer,
und Finsternis herrschte über der Tiefe.

Erhard Domay

Foto: Ro Ta


13/7/2008 apropos Ferienpost Vlll

Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte.
Am Abend vom Schiff aus 
und morgens zu Fuss erkundet... 

neinein ich gehöre hier nicht dazu - trotzdem mache ich Bilder...
... und werde dann höflich und nachdrücklich verabschiedet :-)


13/7/2008 apropos Ferienpost Vll

Lesen, lesen, lesen, hören, lesen, lesen…

Sommerzeit, Ferienzeit, Lesezeit und seit einiger Zeit auch Hörzeit.
Ein ganzer Stapel von Büchern habe ich mir für diesen Sommer bereitgelegt und nur eines ist ein Sachbuch:

Viktor von Weizsäcker "Warum wird man krank", Mark Twain „Bummel durch Europa“, Terézia Mora „Alle Tage“, Chris Cleave „Lieber Osama“, Viktoria Tokajewa „Eine Liebe fürs Leben“ - um mal die Ersten zu nennen…

Uuuund als Lesezeichen nutze ich Joachim Ringelnatz Gedicht

Der Bücherfreund

Ob ich Biblio- was bin?
Phile? "Freund von Büchern" meinen Sie?
Na, und ob ich das bin!
Ha! und wie!

Mir sind Bücher, was den anderen Leuten
Weiber, Tanz, Gesellschaft, Kartenspiel,
Turnsport, Wein und weiss ich was, bedeuten.
Meine Bücher --- wie beliebt? Wieviel?

Was, zum Henker, kümmert mich die Zahl.
Bitte, doch mich auszureden lassen.
Jedenfalls: viel mehr, als mein Regal
Halb imstande ist zu fassen.

Unterhaltung ? Ja, bei Gott, das geben
Sie mir reichlich. Morgens zwölfmal nur
Nüchtern zwanzig Brockhausbände heben ---
Hei! das gibt den Muskeln die Latur.

Oh, ich musste meine Bücherei,
Wenn ich je verreiste, stets vermissen.
Ob ein Stuhl zu hoch, zu niedrig sei,
Sechzig Bücher sind wie sechzig Kissen.

Ja natürlich auch vom künstlerischen
Standpunkt . Denn ich weiss die Rücken
So nach Gold und Lederton zu mischen,
Dass sie wie ein Bild die Stube schmücken.

Äusserlich ? Mein Bester, Sie vergessen
Meine ungeheure Leidenschaft,
Pflanzen fürs Herbarium zu pressen.
Bücher lasten, Bücher haben Kraft.

Junger Freund, Sie sind recht unerfahren,
Und Sie fragen etwas reichlich frei.
Auch bei andern Menschen als Barbaren
Gehen schliesslich Bücher mal entzwei.

Wie? - ich jemals auch in Büchern lese??
Oh, sie unerhörter Ese---
Nein, pardon! - Doch positus, ich sässe
Auf dem Lokus und Sie harrten
Draussen meiner Rückkehr, ach dann nur
Ja nicht länger auf mich warten.
Denn der Lokus ist bei mir ein Garten,
Den man abseits ohne Zeit und Uhr
Düngt und erntet dann Literatur.

Bücher - Nein, ich bitte Sie inständig:
Nicht mehr fragen! Lass dich doch belehren!
Bücher, auch wenn sie nicht eigenhändig
Handsigniert sind, soll man hochverehren.

Bücher werden, wenn man will, lebendig.
Über Bücher kann man ganz befehlen.
Und wer Bücher kauft, der kauft sich Seelen,
Und die Seelen können sich nicht wehren.

Joachim Ringelnatz


12/7/2008 apropos Ferienpost Vl

Das Europäische Parlament

 


11/7/2008 apropos Ferienpos V

Willkommene, etwas schüchterne, Touristin


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