13/10/2008 apropos Tag des Labyrinths

Zusammen mit fünf sehr alten Damen gedachten ich heute, am 13. Oktober, des Internationalen Tag des Labyrinths.

Sterne fallen selten vom Himmel. Auf der Erde braucht es Eigeninitiative und Ausdauer. Überall auf der Welt vollbringen Frauen grosse Leistungen und spinnen den Lebensfaden weiter. Labyrinthe erinnern uns an sie.

 

Zum Thema empfehle ich diese Website und das Blog dazu.


22/9/2008 apropos Welttag

Ist nicht jeder Tag ein Welttag? Klar – schliesslich besteht die Welt noch immer…

Weltkindertag

Gestern drehte sich in Deutschland vieles um den Weltkindertag.Vielleicht liegt es genau daran, dass mir über den ganzen Tag verteilt immer wieder Zwillingskinderwagen – samt Inhalt – über den Weg rollten. Szenen mit lachenden, strahlenden, plappernden, am Fläschchen nuckelnden, träumenden und viel zu oft manchmal sogar quängelnden Knirpsen sind mir aufgefallen. Kaum jemals waren Eltern alleine mit ihren Kindern unterwegs. Vielmehr wurden die Kids Mütter von einem ganzen, mehr oder weniger grossen, Tross Geschwistern, Freundinnen, Tanten, Grossmüttern und auch vom Herrn Papa begleitet. Aufsehen erregend und den Samstagstrubel einer Grosstadt noch verstärkend wirkten all diese verschworenen Grüppchen auf mich. Je mehr Leute zu einem einzelnen Kindswagen gehörten, umso weniger Zeit und Aufmerksamkeit wurden den dazugehörenden Kinderchen gegönnt – die Erwachsenen hatten sich ja so viel zu erzählen – selbst das unschönste Geplärre konnte da kaum Einhalt bewirken.

Weltkindertag.

Beim Frühstück im Hotel heute Morgen, schaute sich, einander an der Hand haltend, ein LiebesPaar im Raum nach einem geeigneten Tisch um. Die Beiden strahlten eine wohltuende Ruhe aus. Die Frau trug auf der rechten Seite, der Mann auf der Linken, ein Kind im Arm und auf die Hüfte gelehnt. Das Baby schaute sich interessiert um und das kleine Mädchen summte eine Melodie vor sich hin und wiegte sich im Rhythmus auf Papas Arm. Zusammen, mit den Kindern in die Seite gestützt, holte sich das Paar ein reichhaltiges Frühstück für sich und das Töchterchen.  Das Baby hat wohl schon im Voraus zu trinken gekriegt. Die kleine Familie setzte sich übers Kreuz an einen Vierertisch. Die Kinder hatten die Aufmerksamkeit und die Nähe ihrer Eltern. Er zeigte dem Töchterchen wie es aus einer normalen Tasse trinken konnte. * Das Kind hielt seine Tasse in der rechten Hand, während der Papa seinen linken Arm um das Mädchen legte und mit der Hand der anderen Tassenseite etwas Stabilität verlieh. Derweil versorgte die Mama das Baby mit einer Brotrinde und einem Fläschchen Tee, das für den Kleinen eher als Spielzeug diente. Ohne Hektik, sehr bewusst dem jetzigen Augenblick zugekehrt, frühstückte diese Familie. Das Paar führte die Gespräche in einem normalen freundlichen Ton. Durch die überkreuzte Sitzordnung bezogen sie die Kinder auf selbstverständlichste Weise in das Geschehen mit ein. Sie wechselten ab und zu lächelnd verstehende Blicke miteinander. Ja, es wurde gesprochen. Alles ganz normal, unaufdringlich und eigentlich absolut unauffällig. Das Liebespaar gehörte zueinander und die beiden Kids machten das Ganze komplett. Da waren keine Erziehenden unterwegs – diese Vier waren Liebende.

Weltkindertag.

* weil mich diese Szene in Gedanken noch immer begleitet, habe ich nachträglich präzisiert…