14/11/2009 apropos "Heute schon gespielt?"

Mit einem Spiel kann mich jedermann locken. Ganz gewiss werde ich immer und ewig zu einem Spiel bereit sein. Das wissen auch die Gastgeber von neulich. Das gemütliche Zusammensein bei Kerzenschein am Tisch sitzend und einem herrlichen Punsch schlürfend, wurde durch ein Gruselspiel vollends abgerundet ;-)

 

Die Gastgeberin hielt eine, mit einem Küchentuch abgedeckte, Schüssel auf den Knien. Die Schätze daraus gab sie einen um den andern im Verborgenen (unter der Tischplatte) ihrem rechten Nachbar in die Hände – er wiederum reichte den befühlten Gegenstand weiter, so dass dieses grauselig glitschige Ding von Hand zu Hand wanderte. Das Gekreische und die Igitt-Rufe scheuerten natürlich unsere Lust das Ding zu befühlen und zu erraten was nach und nach durch unsere Hände glitt.

 

Schon als der Gastgeber flugs eine Rolle Küchenpapier holte, um sich und später wir alle uns unsere Hände sauber wischen konnten, ahnte ich „Schlimmes“.

 

Obwohl wir nach jeder Runde eifrig rieten um was es sich beim eben Gefühlten handeln könnte, wurden erst ganz zum Schluss all die Gegenstände aufgedeckt. Wir staunten nicht schlecht darüber, wie sich ein angefeuchtetes Wurzelhandbürstchen, eine nasses Stück Schnur, eine quer geschnittene Orangenscheibe, ein vor Wasser triefender Naturschwamm, ein Hämpfelchen gekochter und mit Babyöl beträufelter Hörnli, eine strukturverzierte Metallkugel, und last but not least ein Stück gefrorener Schnee vom letzten Winter, anfühlt.

 

Huch – ich kam so richtig auf meine Rechnung. Diese geniale Spielidee und die wunderbare Spielrunde werde ich lange, lange, lange nicht vergessen.


07/11/2009 apropos "Oppenheim Brunnen..."

Was für ein Typ schaut hier zu Merets Oppenheim Brunnen? Vielleicht der Gärtner selber?

Sie amüsiert sich ganz sicher köstlich darüber, dass dieses Werk ohne ihr Dazutun so ganz in ihrem Sinne weiter gedeiht ...