29/1/2009 ... so ist das ...
"Fotografieren ist wie schreiben mit Licht, wie musizieren mit Farbtönen,
wie malen mit Zeit und sehen mit Liebe."
Almut Adler, 1951
"Fotografieren ist wie schreiben mit Licht, wie musizieren mit Farbtönen,
wie malen mit Zeit und sehen mit Liebe."
Almut Adler, 1951
und dich nicht weiter denken
dich denken wo du bist
weil du dort wirklich bist
Dich nicht aelter denken
und dich nicht juenger denken
nicht groesser nicht kleiner
nicht hitziger und nicht kaelter
Dich denken und mich nach dir sehnen
dich sehen wollen
und dich liebhaben
so wie du wirklich bist
Erich Fried
Der Eine schläft, der Andere wacht, das ist der Lauf der Welt.
William Shakespeare
Rituale
neinein, nicht Gewohnheiten die fast wie Rituale wirken und denen wir tagtäglich begegnen – ich meine Rituale die traditionell, vielleicht sogar vergessen Gegangene, die im Jahreszeitengeschehen auf uns zukommen, und die in Familien- und Freundeskreisen gefeiert werden - aber auch individuelle Rituale mit denen wir einen bestimmten Lebensabschnitt beginnen oder beenden können – solche Rituale interessieren mich. Sie interessieren mich nicht nur im beruflichen Kontext, sondern in besonderem Masse auch für mich ganz persönlich.
Ritualbegleiterin – Ritualdesignerin – Ritualgestalterin – Ritualberaterin - Ritualleiterin
Für die nächsten drei Jahre werde ich mich einer entsprechenden berufsbegleitenden Ausbildung widmen und selber wieder die „Schulbank“ drücken.
Mit zwei Schulen habe ich Kontakt aufgenommen und meiner konkreten Entscheidung stehen auf einmal einige Aspekte im Wege.
Welche Ausbildungsinhalte entsprechen mir mehr?
Die der Einen, die nicht nur eine etwas verwirrende, doch meine Neugierde weckende, Terminologie betreiben, sondern auch erstklassige und sehr bekannt Dozentinnen engagiert haben und deren Programm sich sehr breit gefächert präsentiert
oder
die der Andern, die sich knapp, klar und unmissverständlich Ausdrücken, die ihre Seminare von guten Dozenten, die z.T. Mitglieder der Schulleitung sind, leiten lassen und deren Programm sich überschaubar darbietet?
??? Darüber Schlafen? Lassen sich Fragen im Schlaf lösen? Kann mein Unterbewusstsein mir zur Antwort verhelfen? Auf mich höre ich.
Bonne Nuit.
Mitten in der Nacht
Stille
kein Radio, keine CD, kein Gespräch
Stille
beredt, erfüllt und beglückt.
ein Freund und Hort, ein Zauberer und leiser Tröster…
Hermann Hesse
Bonne Nuit
Diese Beiden kutschieren schon seit 80 Jahren zusammen durch die ganze Welt.
Schon immer lagen ihre Bücher in Francis’ Zimmer. Wenn er weg war und Grandmama zu beschäftigt um es zu verhindern, schlich ich mich zu den Comics und studierte die Bilder zu den Geschichten, von denen die grossen Jungs bei Tisch eifrig, sich auf- oder übertrumpfend, erzählten. „Tintin & Milou“ - lesen konnte ich als kleines Knöpfchen die Worte noch nicht – aber ich hörte diese Namen oft genug. Verstanden habe ich über die Abenteuer der Beiden wohl wenig bis gar nichts. Deshalb musste ich mir die Sache genau anschauen und blätterte sorgfältig und mucksmäuschenstill in diesen Bänden.
In dieser Zeit kam mein grosser Cousin für eine Weile zu uns – und was brachte er mit? Bücher von Tintin & Milou! Auch wenn seine Comics andere Bilder trugen als die drei Bücher von Francis, so waren Tintin & Milou doch unverwechselbar darauf abgebildet. Ich erinnere mich sehr gut an die Szene in der ich die Namen der Beiden verzweifelt und so wild wie ich Kleine das nur konnte verteidigte: das waren Tintin & Milou und üüüüberhaupt nicht Tim und Struppi, wie der Cousin behauptete. Er schmunzelte über meinen Eifer, verwuschelte amüsiert meine Haare uuund gab mir doch nicht recht. Überhaupt nichts konnte ich ausrichten und wartete ungeduldig auf den Abend und auf Francis, der mir helfen sollte den Cousin zu überzeugen.
So musste ich meine Lektion über die Übersetzbarkeit von Namen lernen. Egal, ob Grandmama auf französisch und deutsch dieselbe war, egal, dass Aline auf deutsch und französisch Aline blieb, egal, dass Francis in beiden Sprachen Francis hiess: aus Tintin & Milou wurde Tim und Struppi
Hhhmmmm – etwas genau zu wissen und dann doch falsch zu liegen, ist eine fatale Erfahrung die ich mir, aus heutiger Sicht, gerne erspart hätte…
Erich Kästner
Das Jahr ist klein und liegt noch in der Wiege.
Der Weihnachtsmann ging heim in seinen Wald.
Doch riecht es noch nach Krapfen auf der Stiege.
Das Jahr ist klein und liegt noch in der Wiege.
Man steht am Fenster und wird langsam alt.
Die Amseln frieren.
Und die Krähen darben.
Und auch der Mensch hat seine liebe Not.
Die leeren Felder sehnen sich nach Garben.
Die Welt ist schwarz und weiß und ohne Farben.
Und wär so gerne gelb und blau und rot.
Umringt von Kindern wie der Rattenfänger,
tanzt auf dem Eise stolz der Januar.
Der Bussard zieht die Kreise eng und enger.
Es heißt, die Tage würden wieder länger.
Man merkt es nicht. Und es ist trotzdem wahr
Die Wolken bringen Schnee aus fremden Ländern.
Und niemand hält sie auf und fordert Zoll.
Silvester hörte man’s auf allen Sendern,
dass sich auch unterm Himmel manches ändern
und, außer uns, viel besser werden soll.
Das Jahr ist klein und liegt noch in der Wiege.
Und ist doch hunderttausend Jahre alt.
Es träumt von Frieden. Oder träumt’s vom Krieg?
Das Jahr ist klein und liegt noch in der Wiege.
Und stirbt in einem Jahr. Und das ist bald
Die 13 Monat von Erich Kästner
Gestern in einer Rezitation des Schauspielers Aldo Huwyler vorgetragen erhalten. Einmalig, sowohl Kästner als auch Huwyler – Zwei die ideal zusammen passen.
Mit dem Vermerk oder der Entschuldigung dies sei nur ein hässliches Spiel, schenkte mir meine Freundin einen speziellen schwarzen Peter.
Was ist Hässlich –> die subjektive, wertende, Wahrnehmung eines Ding.
In diesem Fall Bilder verschiedener Automodelle, inklusive eines Wracks, die uns, da wir beide nun einmal wirklich keine Autonarren sind, allesamt nicht sonderlich gefallen.
Ein Junge hingegen würde über dieses Autospiel jubeln und in kürzester Zeit alle Werte und Daten dieser Fahrbarenuntersätze kennen. Das Autowrack ist in diesem Zusammenhang als „schwarzer Peter“ mehr als nur prädestiniert – einfach genial.
Uuund was bedeutet mir dieses Spiel als Sammlerin?
Einfach genial. Nie hätte ich so ein Spiel selber gefunden! Dieses Spiel bereichert und ergänzt meine Sammlung aufs Allerbeste! Endlich etwas das nicht in mein gewohntes Schema passt - einfach grandios. Danke vielmals liebe Béatrice.
Heute früh begrüsste uns das eben begonnene Jahr mit einer ganz besonderen Überraschung:
Sonnenschein verlieh der frisch dazugekommenen Schneeschicht wundervolle silberne Sprenkel und liess die ganze Landschaft rund um uns herum geheimnisvoll und märchenhaft schön erscheinen.
Auf dem ersten Spaziergang des Jahres 2009 dachte ich an alle, alle, alle meine herznahen Menschen. In speziellen Gedanken an jeden Einzelnen, fotografierte ich rund um mich herum und wünschte ihnen allen Glück, Freude und Wohlergehen auf allen Lebensebenen und gute Gelingen bei all den Dingen die im kommenden Jahr erfüllt werden müssen/sollen/dürfen.
Begrüsse das neue Jahr
vertrauensvoll
und ohne Vorurteile,
dann hast du es
schon halb zum
Freunde gewonnen.
(Novalis)