„Notieren Sie zehn absolut reale und erreichbare Dinge zu denen Sie echt entschlossen sind.“ *
Zehn Dinge. Entschlossen – Himmel, im Moment habe ich mich zu EINER Lebens verändernden Sache entschlossen. Ich kann doch nicht eine Auflistung von zehn Dingen machen nur weil zehn Dinge verlangt werden. Ob es auch gilt, zu diesem einen Ding zehn dazugehörende Veränderungen aufzulisten? OK, das sollte ich schaffen. Ein bisschen daneben komme ich mir aber schon vor – schliesslich steht immer noch nur der eine Entschluss da.
„Überprüfen Sie Ihre Liste und streichen Sie all jene Dinge zu denen Sie ein zwiespältiges Verhältnis haben d.h. alle ich-sollte-wirklich-einmal Dinge“ Wenigstens muss ich nun nicht die an den Fingern herbeigezogenen Entschlossenheiten ausradieren.
Jetzt streichen sie all jene Ding weg, die Sie wirklich noch gar nicht hätten tun können z.B. eine gute-Grossmutter-sein wenn Sie noch gar keine Enkel haben. Ich kichere leise vor mich hin - auf diese Idee wäre ich noch nicht gekommen. Immerhin kann ich nun all die Anhängsel meines Entschlusses wieder wegstreichen.
„Steht noch etwas auf Ihrer Aufstellung? Ja? Dies sind in dem Fall alles Dinge die Sie gerne tun würden, Dinge von denen Sie denken, dass sie nötig sind. Nichts, aber auch wirklich gar nichts steht da, zu dem Sie wirklich und wahrhaftig entschlossen sind. Sonst wären diese Dings nämlich schon längst erledigt.“
Stille mit einigen Fragezeichen in mir.
„Essen und trinken wenn sie hungrig oder durstig sind, Buch ergreifen und sich in den Lehnstuhl setzen wenn sie lesen wollen, oder Zähneputzen vor dem Schlafengehen, haben Sie ja sicher nicht aufgeschrieben. Warum nicht? Weil Ihre Entschlüsse dazu so unumstösslich fest stehen, dass sie zur Selbstverständlichkeit geworden sind.“
Hopperla – endlich erkenne ich den Unterschied zwischen „etwas wollen“ und „zu etwas entschlossen sein“.
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* Wortlaut und Beispiele in den kursiven Teilen sind auch von mir, jedoch nach der Inhaltlichen Idee von Bernhard Moestl in „Shaolin“