Seit Anfang Jahr steht der Termin für unseren grösseren Urlaub fest. Dazu bevorzugen wir den Herbst. Da gibt’s keine Zitterpartie ob ja oder plötzlich doch nicht – diese Zeit ist für uns sakrosankt und kann von gar niemandem umgeworfen werden. Hhmmm besser wäre natürlich noch eine Frühbuchung – das Reisevoucher in der Hand gilt allgemein als unumstössliche Ferienzeitversicherung.
Nun sind wir aber keine Frühbucher und die schönste Zeit im Jahr wollen wir nicht schon weit im Voraus verplanen und mit Inhalten füllen.
Grösstmögliche Spontaneität wenigstens in der arbeitsfreien Zeit.
Also wären Camperferien, mit den unbegrenzten Freiheiten die sie beinhalten, eigentlich das Idealste für uns… wenn das Wörtchen ‚wäre’ nicht wär’ – Schlimmeres als auf überfüllten Strassen herumzukurven gibt es glaub nicht. Und die Platzfrage – wochenlang, tagein tagaus, in einer Einzimmerwohnung zu hausen und zu reisen, wäre glaub für uns auch nicht der Born des goldenen Glücks.
Fly and Ray scheint mir eine gute Variante – nur zeitweilig als Kofferziehertouristen zu fungieren wäre, zumindest für mich, annehmbar.
okokok der Webrahmen müsste zu Hause bleiben, der gross Bücherstapel verringert und das Garderobenausmass gekürzt werden - und auf die Leinwände würde ich notabene auch verzichten.
Ob allerdings der Liebste grad in diesen ersehnten verpflichtungsfreien Tagen seinen Lesestoff, seine Fotoausrüstung, die Wanderschuhe und sein Fischerzeug entbehren könnte, ist fraglich.
Fazit zu unserer Ferienplanung
- Um Spontaneität zuzulassen entscheiden wir uns erst kurzfristig für ein Reiseziel.
- Um den Platzproblemen zu entgehen sehen wir uns nach einem kleinen Ferienhäuschen um.
- Um grösstmögliche Freiheit zu geniessen reisen wir individuell mit einem eigenen Fahrzeug.
- Um den halben Haushalt mitzuschleppen fahren wir – trotz flutendem Verkehr – per Auto.
- Um meiner Sonnenallergie keinen Nährboden zu bieten, wählen wir den Herbst und den Norden als Reiseziel.
- Um frischen Wind um unsere Nasen ziehen zu lassen, geht es an einen für uns noch unbekannten Ort.
Um uns Wohlzufühlen, Neues zu entdecken, nicht alltägliche Erlebnisse zu geniessen, den Hobbys zu frönen, Weite zu spüren, den Boden unter den Füssen zu behalten und Zeit für die Zweisamkeit auszukosten, wählen wir Föhr als ‚unsere’ Insel.
Foto bei VERDIER