30/7/2008 Hey, du kennst ja Familie Vawes

Dies wäre der Ausruf mit dem wir unseren KollegInnen auf ihre

V erlässlichkeit
A ufmerksamkeit
W ertschätzung
E hrlichkeit und
S pass

entgegnen könnten – denn dies sind gelebte Werte in unserer Institution.
Was für uns zum Alltag gehört, sehen und spüren Aussenstehende als etwas Besonderes. Gestern machte mich jemand auf die respektvolle und wohlwollende Art unserer Begegnungen aufmerksam – hhhmmmm, wie wertschätzend gehe ich mit dem Selbstverständlichsten um?


27/7/2008 apropos Skulpturen Spaziergang

viel Vergnügen! 

22/7/2008 apropos Jetzt Kunst

Dieser Spur nicht wie gewünscht gefolgt zu sein, wurmt mich enorm.

Für mich ist diese Lebenswasserfadengeschichte noch nicht zu ende erzählt.

Noch ehe die Spur verregnet und ausgelaugt sein wird, reise ich zurück an die „Jetztkunst“
Vielleicht an einem frühen, menschenleeren, nicht ganz sonnigen Morgen…

"au fil de l'eau" von Brigitte Santschi

flickr folgt später ...


17/7/2008 apropos Liebesbrief

Noch nie verliess ich die Buchhandlung ohne einen zusätzlichen Überraschungskauf. Nachdem ich bereiz bezahlt habe, ist mir diesmal das Titelbild des Bücherstapels neben der Kasse ins Auge gestochen. Diese Frau – irgendwoher kenne ich diese Frau. Nicht persönlich, doch vom Sehen her.
Ingrid Betancourt!
Ihr Buch „Meine liebe Maman…“ kommt sofort zu den Einkäufen hinzu.

Vergangene Nacht, beim Lesen des kleinen Bändchens – es sind knapp 80 Seiten – beeindruckten mich die Worte dieser Frau/Mutter/Tochter/Freundin aufs Äusserste.

Die Gefangenen erhielten im vergangenen Herbst den Auftrag, als Lebenszeichen einen Brief zu schreiben. Nach jahrelanger Gefangenschaft im kolumbianischen Dschungel, nach Jahren des Schweigens, nach Jahren voller einschneidenden Entbehrungen, nach Jahren der Erniedrigungen und Kämpfen, bekamen die Gefangenen endlich die Möglichkeit das Wort nach Aussen zu richten.

Die blitzgescheite Frau Betancourt widmet ihr Schreiben an die Menschen die ihr am meisten bedeuten. Sie schildert nicht nur ihre unsägliche Lebenssituation, vielmehr gibt sie ihrer Mama, ihren Kindern und der Familie zu spüren, wie sehr sie an deren Leben und Wohlergehen Interessiert und wie tief ihre Liebe und Zuneigung für sie alle ist. Keine Plattitüden, keine Weinerlichkeit – Worte der echten Verbundenheit bringt sie zu Papier. Ein Liebesbrief. Trotz der grausamen Realität zeigt hier eine Mutter/Tochter/Liebste/Freundin/ ihre starken Gefühlen für ihre Liebsten. Sie gibt ihre Hoffnung auf ein Wiedersehen nicht auf. Ingrid Betancourt ist in jedem Satz als Mensch wahrzunehmen - als Mensch wie du und ich.

Nebst der Familie hat dieser Bericht alle Andern die ihn zu lesen bekamen, aufs tiefste erschüttert und aufgerüttelt – auf einmal wurden Wunder möglich…

Ingrid Betancourt „Meine liebe Maman…“ Lange Müller Verlag ISBN 978-3-7844-3147-5

Lesen, lesen, lesen


16/7/2008 ... eingetaucht ins Feenland


Die kleinen Jahreszeitenbücher von Cicely Mary Barker sind mir längst ans Herz gewachsen.
Schon vor Jahren erhielt ich Eines davon von einer Klientin zum Geburtstag geschenkt. Seither führen diese Bilder die Seniorengruppe und mich als ihre Begleiterin, jeweils in die neue Saison ein...

Unversehenes und sehr berührt tauchte ich heute früh ein in diese kleine Website - ein willkommener Unterbruch aus dem Dickicht meines heutigen temporär pragmatischen Weltenbild ;-)

 




http://www.flowerfairyprints.com/List.htm


15/7/2008 auch hier ein Karussell

Mit einem Dach und seinem Schatten dreht
sich eine kleine Weile der Bestand
von bunten Pferden....

... und das geht hin und eilt sich, dass es endet,
und kreist und dreht sich nur und hat kein Ziel.
Ein Rot, ein Grün, ein Grau vorbeigesendet,
ein kleines kaum begonnenes Profil -

 
... und auf den Pferden kommen sie vorüber ...
 

 ... und manchesmal ein Lächeln, hergewendet,
ein seliges, das blendet und verschwendet
an dieses atemlose blinde Spiel. . .

aus: Rainer Maria Rilke, Juni 1906, Paris


14/7/2008 Unverhofft schaut er mir mitten ins - <strike>Gesicht</strike> Herz

Ohne Engel wäre die Welt
grundlos?
glanzlos?
lieblos?
seelenlos?
herzlos?
kopflos?
spannungslos?
fantasielos?
gefühllos?
sprachlos?
tonlos?
trostlos?
geistlos?
vernunftlos?
orientierungslos?

Ohne die Engel wäre die Welt
wüst und leer,
und Finsternis herrschte über der Tiefe.

Erhard Domay

Foto: Ro Ta


13/7/2008 apropos Ferienpost Vlll

Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte.
Am Abend vom Schiff aus 
und morgens zu Fuss erkundet... 

neinein ich gehöre hier nicht dazu - trotzdem mache ich Bilder...
... und werde dann höflich und nachdrücklich verabschiedet :-)


13/7/2008 apropos Ferienpost Vll

Lesen, lesen, lesen, hören, lesen, lesen…

Sommerzeit, Ferienzeit, Lesezeit und seit einiger Zeit auch Hörzeit.
Ein ganzer Stapel von Büchern habe ich mir für diesen Sommer bereitgelegt und nur eines ist ein Sachbuch:

Viktor von Weizsäcker "Warum wird man krank", Mark Twain „Bummel durch Europa“, Terézia Mora „Alle Tage“, Chris Cleave „Lieber Osama“, Viktoria Tokajewa „Eine Liebe fürs Leben“ - um mal die Ersten zu nennen…

Uuuund als Lesezeichen nutze ich Joachim Ringelnatz Gedicht

Der Bücherfreund

Ob ich Biblio- was bin?
Phile? "Freund von Büchern" meinen Sie?
Na, und ob ich das bin!
Ha! und wie!

Mir sind Bücher, was den anderen Leuten
Weiber, Tanz, Gesellschaft, Kartenspiel,
Turnsport, Wein und weiss ich was, bedeuten.
Meine Bücher --- wie beliebt? Wieviel?

Was, zum Henker, kümmert mich die Zahl.
Bitte, doch mich auszureden lassen.
Jedenfalls: viel mehr, als mein Regal
Halb imstande ist zu fassen.

Unterhaltung ? Ja, bei Gott, das geben
Sie mir reichlich. Morgens zwölfmal nur
Nüchtern zwanzig Brockhausbände heben ---
Hei! das gibt den Muskeln die Latur.

Oh, ich musste meine Bücherei,
Wenn ich je verreiste, stets vermissen.
Ob ein Stuhl zu hoch, zu niedrig sei,
Sechzig Bücher sind wie sechzig Kissen.

Ja natürlich auch vom künstlerischen
Standpunkt . Denn ich weiss die Rücken
So nach Gold und Lederton zu mischen,
Dass sie wie ein Bild die Stube schmücken.

Äusserlich ? Mein Bester, Sie vergessen
Meine ungeheure Leidenschaft,
Pflanzen fürs Herbarium zu pressen.
Bücher lasten, Bücher haben Kraft.

Junger Freund, Sie sind recht unerfahren,
Und Sie fragen etwas reichlich frei.
Auch bei andern Menschen als Barbaren
Gehen schliesslich Bücher mal entzwei.

Wie? - ich jemals auch in Büchern lese??
Oh, sie unerhörter Ese---
Nein, pardon! - Doch positus, ich sässe
Auf dem Lokus und Sie harrten
Draussen meiner Rückkehr, ach dann nur
Ja nicht länger auf mich warten.
Denn der Lokus ist bei mir ein Garten,
Den man abseits ohne Zeit und Uhr
Düngt und erntet dann Literatur.

Bücher - Nein, ich bitte Sie inständig:
Nicht mehr fragen! Lass dich doch belehren!
Bücher, auch wenn sie nicht eigenhändig
Handsigniert sind, soll man hochverehren.

Bücher werden, wenn man will, lebendig.
Über Bücher kann man ganz befehlen.
Und wer Bücher kauft, der kauft sich Seelen,
Und die Seelen können sich nicht wehren.

Joachim Ringelnatz


12/7/2008 apropos Ferienpost Vl

Das Europäische Parlament

 


Beiträge  1 - 10 /18