29/6/2008 apropos Trouvaille

Kleine, allerkleinste und sehr feine Kunstwerke erstehe ich mir oft in speziellen Knopfläden oder noch lieber auf einem Antiquitätenmarkt. Wenn mir zu einzelnen Knöpfen eine Geschichte erzählt wird, bin ich umso bereiter einen grösseren Batzen dafür auszulegen.

Auf einem kleinen Markt begegnete ich gestern dieser Schale voller Holzknöpfe. Eine phantasievollere und sinnlichere Auswahl von Holzknopfkunstwerken kann ich mir nicht vorstellen. Da haben zwei arbeitslose Kriegsrückkehrer, ein Lehrer und ein Architekt, sich auf eindrückliche Weise zu einem Zwischenverdienst verholfen. Der Eine zeichnete und entwarf, der Andere fertigte diese handwerklichen Prachtexemplare an. Nachdem die beiden Männer wieder in ihre ursprünglichen Berufe zurückkehrten, wurden die Holzknöpfe im Estrich verstaut.
Erst jetzt, nach über 60 Jahren, bringt eine der Nichten der Kunstschaffenden, diesen Estrichfund auf den Handwerksmärit. Eine total schöne Trouvaille – noch wertvoller durch die dazupassende Story!

Neinein ich habe diese Schale nicht leergekauft – einige Stücke sind noch für Sie übrig…

Ursprünglich war ja der Knopf lediglich ein Zierstück am Kleid und hatte neben dem schmückenden Aspekt keinerlei Praktischensinn. Zu diesem Zweck nutzte man damals die wunderschön gearbeitete Spangen und Nadeln mit Verschlusshülsen. Sie erlaubten eine anpassungsfähige Gewandung. Je nach Befinden durften die weich fliessenden Stoffe den Körper loser oder straffer umspielen. Die Knöpfe aber waren zu der Zeit ausschliesslich Schmuckstücke.

Mit der Erfindung der Ösen und Knopflöcher änderte sich dies schlagartig. Die Kleidung musste dem Körper angepasst sitzen. Der Mensch muss sich fortan der Kleidung anpassen – ein paar Gramm zuviel zugelegt und schob sprengt es den Knopf weg.
Vielleicht kann dieser Epoche auch der Beginn jener Charaktereigenschaft die wir als „Zugeknöpft“ bezeichnen, zugeschrieben werden? ;-)
Zierknöpfe bei Uniformen haben unter Männern sogar heute noch Statussymbol…

Item, ich selber bin im Zeitalter des Reissverschlusses gross geworden und empfinde wohl deshalb den Knopf als eines der wunderschönsten Kunstwerke die zur verspielten, aber nicht unbedingt nötigen, Zier eines tollen Gewandes gehören – ohne zwingende Funktion - einzig seinem ursprünglichen Sinn entsprechend.


28/6/2008 ... ein Stöckchen aufgebrummt ...

Nachdem Frau Irene vom Nordkap die Seile des ihr aufgebundenen Bärs entknotet hat, verbrummt sie mich zu diesem Bären-Stöckchen hier:

In kursiv Schrift der original Text der bloggerin

die teilnahmebedingungen: jeder, und jede, die ein blog hat, darf mitmachen. voraussetzung ist, dass das stöckchen beantwortet wird, diese bedingungen mit eingebettet werden, und das bild so wie unterstehender text übernommen wird:

und, etwas, damits den wettbewerb schwerer macht: um daran teilzunehmen, muss das stöckchen an 3 leute weiter geworfen werden, und ein link zu bloggerin.com gesetzt werden.

als gewinn winkt immerhin eine 9 uhr tageskarte der SBB, welche immerhin einen wert von mehr als 50 franken hat. es gibt auch noch einen weiteren kleinen preis. immerhin, eines der LETZEN EXEMPLARE des taris impressionen buchs im wert von mehr als 60 franken. (die preise werden ausgelost, und zwar unter ALLEN teilnehmenden stöckchenbeantworter. wer kein blog hat, darf per kommentar auf dem diesem original-artikel mitmachen!) teilnahmeschluss für den wettbewerb: 1. oktober 2008

nenne 3 bärige orte
(allerdings nicht die, die da standen, wo du das stöckchen her hast

Da unser Bündnerland offenbar nichts von den Bären wissen will, bleibt mir nichts anderes übrig als andere Bärenorte zu nennen.


ESENS an der Ostsee wird die Bärenstadt genannt.

Die Geschichte erzählt von der feindlichen Belagerung der Stadt im Mittelalter. Die durch Stadtmauern und Wassergräben geschützte Stadt, trotzte allen Angriffen. Als letzte Chance wollten die Gegner die Stadt durch Aushungern der Bewohner einnehmen und schnitten alle Nachschubwege ab. Als die Kapitulation unmittelbar bevorstand, riss sich der Tanzbär eines Musikanten aus seiner Einsperrung los und stürmte vor Hunger brüllend auf einen Turm der Stadtmauer und warf mit Steinen um sich. Die Feinde erkannten fälschlicherweise, dass in der Stadt noch genügend Nahrungsmittel vorhanden sind um sogar Bären durchfüttern zu können.
So zogen die Bösewichte von dannen und die Stadt Esens war gerettet.

CITY OF BIG BEAR LAKE California

Wie alle Bärenstädte hat auch City of Big Bear Lake eine sagenumwobene Geschichte.
Jedenfalls ist es so, dass bis in die Mitte des 18.Jahrhunderts der Grizzlybär die Gegend rund um den See für sich alleine beanspruchte. Durch Hunger getrieben sammelten und jagten später die Indianer im ganzen Big Bear Gebiet. Nachdem auch weisse Menschen die Kieferwälder und die herrlichen Täler rund um den See entdeckten, wurde das Revier der grossen Bären zum neuen Zuhause von Trapper, Jäger und Goldwäscher. Innert kürzester Zeit entstand Big Bear City – die wunderschöne „Island in the Sky“ entwickelte sich zu einem grossen Freizeitgebiet und heute zu einem viel zu sehr bekannten Treffpunkt von Mountainbiker und Snowboarder. Durch die Ansprüche der Sportler verändert sich die Gegend laufend. Ich weiss nicht ob dort noch jemals das Brummen der Bären zu hören ist.

 

BERLIN

Die Namensgebung von Berlin ist auch mit einigen Mythen behaftet. Mir gefällt wie unter anderem von einer seichten, flachen Stelle im Flusslauf der Spree erzählt wird, bei der die Tiere des nahe gelegenen Bärenlagers bequem von einem Spreeufer ans Gegenüberliegende schwimmen konnten. Diese günstige Lage entdeckten und wählten die Urberliner um sich dort niederzulassen...
Der Name Berlin soll aus dem Mittelhochdeutschen stammen: Bër => Bär und lin => Verkleinerungssilbe. Also bedeutet Berlin eigentlich Bärlein oder kleiner Bär.

 

nenne 3 bären die du kennst
(zeichentrick, oder real, egal, woher, aber nicht die gleichen, wie die, wovon du das stöckchen her hast)

* Mit bedauernder Verwunderung litten wir mit dem armen Bärenvater mit, der seine wohlverdiente Nachtruhe suchte. Jill Murphy ‚keine Ruh für Vater Bär’

* Wir begleiteten Atta Troll und Mumma Troll aus dem Tanzbärenmärchen von Ulrich Miher, kreuz und quer durch Paris und der Loire entlang.

* und wir verzweifelten schier ob der Lebensgeschichte des Bären der nichts anderes als sich selber sein wollte in der Geschichte von Jörg Müller und Jörg Steiner

 

welches ist dein lieblingstier?
* Den Bären mag ich als Bernerin schon sehr, sehr, sehr – aaaaaber den Elefanten noch ein klitzekleinwenig mehr!

nenne drei, die das stöckchen bekommen

* Liebe Jette, wäre doch schön wenn du den Preis gewinnen könntest! In dem Fall würde ich dich gerne zu mir als Gast eingeladen (in kleinem Gästezimmer mit grossem Familien- und Wohnungsanschluss ;-) )

* Lieber Stadtwanderer, du als grosser 'Bärn'-Kenner und allseits interessierter Mensch, bist zu diesem einen Stöckchen einfach prädestiniert, gell ist doch so?

* Liebe Barbara, ich kann mir vorstellen dass du in viele Gartenstädte reist. Unter ihnen gibt es sicher auch viel Bärenstarkes zu sehen und zu berichten – fängst du vielleicht dieses Stöckchen auch auf?

Danke vielmals Euch dreien fürs Auffangen
und auch herzlichen Dank Irene, für dieses spezielle Stöckchen – es hat schlussendlich riesigen Spass gebracht ;-)
Mit herzlichen Gruss, Rinaa


26/6/2008 Auf den Stufen

Auf den Steinstufen, Treppenstufen
oder doch noch auf der Zwischenstufe?


25/6/2008 na sowas...

Beim Werkeln an einem Puppenhaus für das kleine Mädchen, flammte mein alter Wunsch, selber einmal eine Puppenstube einzurichten, wieder auf.
Ein rundes Holzhaus, das ich auf ricardo gefunden habe, liess die sparsamen Flämmchen richtig auflodern. Binnen kürzester Zeit wurde ich zur Sammlerin - neinein nicht vergiftet und auch noch nicht stilsicher... aber zum Einstieg in ein faszinierendes Hobby hat es gereicht - eine kleine Kaffeestube feierte letzten Sonntag Einweihung...

Meine Blogroll weist, seit das Feuerchen geschürt ist, einige Dollhouse-Sits auf, den ricardo Account besuche ich fleissiger und last but not least: die Dünnhäutigkeit dem diesbezüglichen Sohnesgefoppe gegenüber hat sich schon fast in Luft aufgelöst ;-) kurz: ich mausere mich zum Puppenhaus-Fan.

Wichtig zu wissen: dieses Puppenhaus wird kein Ausstellungsstück!
Kleine und grössere Mädchen und Jungs dürfen natürlich damit spielen - nach dem Aufklappen müssen die Räume eh wieder neu eingerichtet werden - und daaaas lässt natürlich Herzen hüpfen.


24/6/2008 apropos: gänzlich blauer Himmel...

Gänzlich blauer Himmel.

Kein Lüftchen stört
die sommerliche Hitze.

Das Atmen fällt schwer
die Bronchien knistern,
der Blutdruck segelt dem Boden zu,
indes sich das Ärztekonto bereichert
ob diesem strahlendblauen Himmel.


21/6/2008 apropos artpicnic

Tore die das Blaue vom Himmel versprechen

ein Himmel der den tollsten Tag prophezeit,

Natur die sich von ihrer verspielten Seite zeigt

und ein eine ganze Reihe Kunstobjekte die verträumte Wünsche wach halten.

Leben so leben und geniessen – gibt es etwas Schöneres?

Zu empfehlen: Artpicnic - ein Kunstweg vom Gurten bis hinunter an die Aare beim Eichholz.
Nur noch bis zum 6. Juli 2008 – es eilt also….


20/6/2008 apropos Euro 2008 oder 2080

Diese beiden Kerlchen sind freudig/fröhlich/glückliches Symbol – vermutlich sogar weit über die Euro 08 hinaus…

Hey, wir schaffen es

Hey, wir sprühen vor Lebenslust

Hey, gemeinsam sind wir voller Kraft

Hey, wir sind ein Team

Hey, wir gehören zusammen

Hey, wir feiern die Feste wie sie fallen

Hey, wenn wir schon 80 sind, fühlen wir uns doch wie in den Zwanzigern

Heyeyeyyy Leben kann so herrlich schööööön sein!!!

 

Wir haben dekoriert.
Für den 1. August?
Für die Euro 08?
OOOOdddder doch einfach für unsere Lebensfreude?



Wer sich sein Lebtaglang an guten Fussballspielen erfreut hat, verliert dies nicht einfach weil er älter geworden ist. Die Freude ist genau dieselbe und das Herz vermag in jedem Alter ungestüm zu hüpfen.

Die Euro mit ein paar älteren Menschen zu erleben und zuzuhören wie sie mit Begeisterung von vergangenen Spielen erzählen und zu spüren wie durch diesen 08 Event junge und ältere Menschen mit einander auf ganz spezielle Weise verbunden sind, lässt mich staunen und ich gebe es zu: macht mich auf eine besondere Art glücklich. Fussball – kein Wunder, dass durch ein rundes Ding alles noch ein bisschen runder läuft.


16/6/2008 Nicht der feinste und zarteste Sonnenstrahl...

Nicht der feinste und zarteste Sonnenstrahl mochte heute die Stuben erhellen.

Wenn auch das Regenprasseln auf den Dachluken einen beruhigenden Effekt zeigte,
so empfand ich trotzdem das fröhliche Leuchten dieser anmutigen und graziösen Orchideenblüten als das Traumhafte,
das auf mich verzaubernd wirkte und alles Düstere auf wundersame Weise erhellen konnte...


14/6/2008 apropos Träume

Sind Träume nur Schäume?

Unversehens schlendere ich durch ein Wohnquartier mit wunderschönen alten Bauten. Ein Haus nach dem andern schaut so aus als wäre es für uns gebaut – hier liesse es sich wohl sein. Dieses Gefühl ist mir vertraut: gerade so wie damals als ich unser jetziges Viertel entdeckte, nur diesmal mitten in der Stadt.

Eine Frau bittet mich zu ihr auf die Bank vor dem Haus und serviert mir ein Glas Holunderblütensirup.

Wir haben ungehinderte Sicht auf die eindrücklich verschachtelte, sauber und verspielt gehaltene Häuserzeile gegenüber. Verwundert und bewundernd schauen wir einem jungen Pärchen von Vis a Vis zu, wie geschickt sie mit dem Rollbrett vom Balkon aus übers vor ihnen liegende Dach hinunter aufs Strässchen brausen. Wir winken den Beiden zu. Insgeheim wundere ich mich über die Selbstverständlichkeit des individuellen Abgangs der zwei lebensfrohen jungen Menschen.

Meine Gastgeberin verabschiedet sich bald von mir und gewährt mir weiterhin Bleibe um und in ihrem Haus. Das kleine Söhnchen, ich habe ihn gar nicht hinzukommen sehen, plaudert unbeschwert mit mir und lässt mich an seiner Erlebniswelt teilhaben. Ein Blumenfeld zum selber pflücken hat sein besonderes Interesse geweckt. Für die Mutter, die bald wieder zurückkommt,  will er einen farbenfrohen Blumenstrauss abbrechen. Ich selber habe eine kleine Schere dabei und schneide mir die herrlichsten Blumen zu einem kurzstieligen Biedermeierstrauss. Ich sehe wie der kleine Junge seinen Strauss aus lauter sehr langstieligen Blumen bindet. An der Kasse wehre ich mich lachend aber vehement gegen das nochmalige Anschneiden der Blumen – die Stiele meines Strausses sind eh etwas kurz geraten. Auf der Suche nach einer passenden kugeligen Vase begegnen uns die eigentümlichoriginellsten Menschen und ich durchlebe kuriose Ereignisse die mich zum Staunen bringen. In meinem Traum passen die seltsamsten Dinge ideal zusammen.

Jetzt, während ich hier schreibe, verwundere ich mich über die Länge und die präzise Art der Story die ich da zusammengeträumt habe. Die Geschichte endet nämlich lange nicht und ich könnte noch einiges detailgetreu nacherzählen. Erwacht bin ich mit einem ausserordentlich fröhlichem, glücklichem und gutem Gefühl.


13/6/2008 apropos HiAundZwirn

Eigentlich ist meine ToDo-Liste endlos lang.
Meine Lesewutlustfreude zielt aber auch ins Unendliche.
Lesestoff ist für ein paar Wochen gesichert.
Der Wunsch, dem Liebsten eine topp Wohnung zu präsentieren ist vorhanden.
Der Wille zu deren Verwirklichung verhält sich wie ein ungezogene Göre.

 

HiAundZwirn, kneif dich in den Hintern und schaff das Unausweichliche. ;-)


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