So kriegt nun also die Puppenwagengarnitur eine, resp. zwei kleine Blumen.
Dieser kleine Puppenwagen – ist er nicht ein Prunkstück?
Mein Papa hat ihn gezimmert.
Der alte Pfarrer währe vermutlich gerne Schreiner geworden – vielleicht haben die beiden Berufe ja auch Ähnlichkeiten? Jedenfalls hat sich Papa im Keller eine topp Schreinerwerkstatt eingerichtet. Der alte Herr liest gekonnt die Wünsche aus den Augen und Herzen seiner Enkel- und Urenkelkinder und vielen Andern, denen er eine Freude bereiten will. Er überdenkt haargenau was zu wem passen könnte und macht sich erst nach reiflicher Überlegung ans Werk. Nicht alles auf einen Streich – gottbewahre – jedes Detail will präzise angefertigt sein. Papa ist kein Bastler sondern ein begnadeter Handwerker. In seinen Händen sind Flugzeuge in die sich ein Kind setzen kann, Dreiräder mit Anhänger, Puppenhäuser, ein wunderbarer Krämerladen und zuletzt dieses Puppenwägelchen entstanden.
Statt Metallschrauben verwendet er möglichst Holzdübel. Alle Teile werden sorgfältig geschliffen und poliert und die Holzbehandlung auf so natürlicher Basis vorgenommen, dass grösste Sicherheit für Kind und Umfeld besteht.
Als ich neulich mit Mama die Stoffwahl für den Puppenwagen besprochen habe, zeigte sich Papa interessiert und ergriff stellvertretend für die kleinen Mädchen, Initiative für viel bunteren und fröhlicheren Stoff ;-)
Hhhmmmm und jetzt steht also so ein herziges Wägelchen in meiner Stube. Auf die Frage des kleinen Mädchens, wo denn meine Puppe schlafe, muss ich fortan nicht mehr erklären, dass es in der alten Spielkiste nicht so kalten und so dunkel ist wie im Keller ringsum und dass das alte Babypüppchen sich darin nicht zu fürchten brauche – all dieses Flunkern Schönreden ist jetzt nicht mehr nötig …
Danke Papa für die Erfüllung dieses Wunsches!