24/1/2008 apropos "blaue Schatten..."

Sonntag war es dann soweit. Die ganze Schweiz in frühlingshafte Sonne getaucht – die Reise nach Grindelwald war vom Wetter her sensationell. Die Züge zum Bersten voll. In Grindelwald strömten die unzähligen Menschen zu den Schneeskulpturen. Die Bergwipfel rings um den Dorfkern lugten sonnendurchflutet zu uns hinunter. Die Skulpturen und wir Besucher kriegten von der ganzen Pracht nicht viel mit: die alte Schlittschuhbahn lag nämlich im Schatten. Den Skulpturen kam das eben recht – sie wollten ja noch ein paar Tage bestaunt und bewundert und nicht Opfer der gleissenden Sonne werden.



Grindelwalds Schatten verhalf meinen Bildern zu diesem Blauton. Hier wurde kein Nachbearbeiten nötig. Ob ich allerdings solche Blautöne bevorzugt hätte, ist eh fraglich – weisser Schnee geht mir eigentlich über alles.

Ein paar mal durchstöberte ich das Ausstellungsgelände ohne auch nur ein einzige Foto zu knipsen. Dafür kam ich ins Gespräch mit interessierten einheimischen Besuchern. Die florierenden touristischen Aspekte dieses Events, rangieren in ihrer Gunst noch vor der Kunst… Trotzdem zückte der Eine und Andere, als der Touristenstrom endlich nachliess, seine Kamera und einer Fremden zu berichten wie das Ganze aufgebaut wurde, machte offenbar Spass.


16/1/2008 apropos "Schritt für Schritt im kühlen Weiss..."

Das 25. Snow Festival findet zur Zeit in Grindelwald statt.

Tagtäglich bezeugen Bilder das schrittweise Entstehen der diesjährigen Schneeskulpturen.
Morgen Abend werden diese Kunstwerke durch Lichtinstallationen ins rechte Licht gerückt.

Die Franzosen am Werk

Schon ganz kribblig fiebere ich dem Wochenende entgegen: für mich bleibt mein eigener Augenschein - bei Tageslicht notabene - massgebend für das was mir gefällt oder nicht ;-)

 


12/1/2008 apropos: "...die Krux"

Mütter von Jungs können einfach alles. DuploSchiffe auf Vordermann bringen, Hamster vor dem Abflussrohr retten, Fussbälle aufpumpen, Würmer an eine Angelhaken applizieren, Staumauern bauen, herrliche Geburtstagsfeste kreieren, Kriegsbemalungen schminken, gefährlich ausschauende Mullagen anfertigen, Nielen rauchen, zur richtigen Zeit das z’Vieri auftischen, Schürfwunden kurieren, Aufgabenhilfe leisten, Trösten, Zuhören, für die kuriosesten Schlaumeiereien der Jungs grade stehen, die Lehrer in Schach halten, an die Jungs glauben auch wenn Andere meinen Hopfen und Malz sei schon längst verloren, strahlen wenn Dinge glücken, stolz sein wenn die Jungs zu erfolgreichen Männern werden… …
Jajajajaaaa heftig nickend stimme ich meiner Freundin zu und alsbald schaukeln wir uns gegenseitig mit Profilierungsattributen so hoch, dass es im ganzen Raum komisch zu riechen beginnt. Während ich das Fenster öffne, frage ich mich insgeheim, was diese Auflistung all der tollen Fähigkeiten einer Mutter von Jungs, eigentlich soll. Selber bin ich tatsächlich unsäglich stolz auf den Sohn des Hauses – der glückliche Umstand, dass meine Männer sich selber auch in haushalterischen, vormals bekannt als typisch weiblichen Verrichtungen, zu Hause fühlen und nicht alles an mir als einziger Frau im Haus hängen bleibt, empfinde ich als I -Tüpfelchen in den Anleitungsschachzügen die mir als Mutter eines Sohnes gelungen sind. Wo also liegt der Haken?

„Du hast keine Tochter.“
OK das stimmt.
„Uns töchterlosen Mütter fehlt eine der wichtigsten Erfahrungen: wir konnten/durften nie weitergeben was uns selber am Nächsten liegt: das Mutter sein.“
Hopperla.
„Oder willst du mir etwa weismachen, du hättest mit deinem Sohn Puppenwindeln gewechselt, ihm gezeigt wie eine Puppe beim Schöppele zu halten ist, damit die Milch im Schoppenfläschchen nur langsam in den Puppenmund träufelt, oder hast du ihm gar beigebracht wie er Puppenkleidchen anziehen soll damit diese Geschöpfchen nicht dauernd nackt herumliegen? – Siehst du, all das hast auch du nicht geschafft.“
Ich bin platt. Bei uns liegen gar keine nackten Puppen rum.
„Das ist ja die Krux – du Puppen- und Tochterlose Mutter konntest dich nicht mal im Grossmutterwerden üben. „
Leeres Schlucken. Learning by doing wird auch in dem Fall passend sein, füge ich kleinlaut hinzu, während ich im Gesicht meiner Freundin das erlösende Augenzwinkern suche.
Sie schaut mich ernst, fast bekümmert, an und erklärt mir, dass sie sich überlege eine Selbsthilfegruppe für töchterlose Mütter aufzubauen.
Endlich pruste ich lauthals los.
Sie stimmt mit ein – von Lachkrämpfen windend liegen wir uns in den Armen. In der Erholphase erklärt mir aber die Beste, dass sie dies alles üüüüberhaupt nicht zum Lachen finde.

Item, seither sind Wochen vergangen.

Das kleine Mädchen schleppt nackte Puppen herum.

Ich stricke Puppenkleidchen und will der Kleinen zeigen wie sie ihre Puppen problemlos anziehen kann –
in vielen, vielen, vielen Jahren, dann wenn ich mal Grossmutter werden sollte, will ich ja nicht ganz unvorbereitet dastehen ;-)


11/1/2008 Sehnsucht nach Weiss

 
meine Sehnsucht nach kühlem, weissem Pulverschnee ist grenzenlos...
bis jetzt sehe ich nur in den Blumenläden WEISS 
und dabei fängt am Montag die  weisse Woche der Schweiz an - in Grindelwald natürlich... 

09/1/2008 FrauHolleGlas

25 unterschiedliche FrauHolleGläser

Jedes Glas behängt mit
zwei gefalteten "Eiszapfen" und weissem Seidenband.

Gefüllt haben wir die Gläser mit grobkörnigem, schneeweissem Sand,
einigen weissen Steinen und durchsichtigen Glasperlen,
einer Bettfeder, einigen ausgestanzten Schneesternen und einem Schneeflocken-
scherenschnitt.

Herr F. meint dazu: das ist keine Tischdekoration - vielmehr ist dies ein Tischschmuck.


09/1/2008 apropos "ein ganz normaler Wahnsinn..."

Auf Dekoideen angesprochen, konstatiere ich meistens wie die eine Idee die Nächste hervorbringt. Seit Jahr und Tag liegen immer wieder neue Skizze abrufbereit da, oft sind sogar einzelne Handlungsschritte notiert. In dieser üblichen Weise befindet sich für den kommenden kreativen Wintertag ein weitestgehend ausgeklügelter Plan in meiner Mappe. Die Materialliste ist zusammengestellt, die Einladungen für den Versand bereit, die Assistentin hinreichend orientiert – was will ich mehr?

Madame, wie wäre es vielleicht mit einer Gestaltungsidee für die ganz gewöhnliche, im Turnus stattfindende, Kreativgruppe von heute?

Ups, unter der heisse Dusche sind mir heute früh eiskalte Schauer über den Rücken gekrochen. Ein Gedanke jagt den Andern.
Himmmmmel, habe ich nicht neulich im Keller eine Schachtel mit hässlichen kleinen Schneemännern entdeckt? Zur Not müssen die herhalten – vielleicht ergänzt durch künstlichen Schnee und naja Schneesterne könnten wir ja noch falten – Sterne? Nach Weihnachten? neineinein das geht nun also wirklich nicht – ich bin doch eh froh endlich die Weihnachtsdeko weggeräumt zu haben….

Januar, Januar, Januar
Schnee, Schneeflocken und Eis
klirrend kaltes Glas
verschiedene kühle Blau
weisse Nebel wallen – weisse Seidenbänder - ach was, die zuzuschneiden ist kein Morgen füllendes Programm….

Schnee, Schneeflocken und Eis
Eis, Eis, Eis – Eiszapfen – E I S Z A P F E N – genau, wir falten Eiszapfen.

Eine vollständige Gruppenstunde rund um ein Thema aufzubauen, ist nach dem die Idee eingetrudelt ist, zum Glück nur noch ein Klacks. Die Idee vervollständigt sich wie von selbst.

Uffff das Jahr hat mich wieder.
Auf den Tischen stehen heute Abend nicht nur FrauHolleGläser als Deko, in der Mappe befindet sich nämlich auch, nach alter Manier, der Präp zum nächsten Treff…


07/1/2008 Die Lady schaut zu

Freunde und ihre Kids verwöhnten uns mit ihrer liebevollen und wunderbaren Freundschaft
in absolut wohltuender Atmosphäre

mit entspannten Gesprächen über Aktuelles, Vergangenes und einem Ausblick auf Künftiges
und einem unvergesslich feinen Nachtessen

 
Nüsslersalat an Gewürz Vinaigrette
Geschnetzeltem an PeperoniOrangenRahmsauce
mit Nudeln und Rüebchen
Hagebuttenglace in Hagenbuttenmousse
hausgemachten Nussbisquit
 
dazu auserlesener Wein
und aromatischem Kaffee zum Schluss 
 
einfach unsäglichhimmlischköstlichwunderbar !!!
 
Die liebenswürdige Old Lady schaute zu und holte sich später beim Katzenflüsterer ihre Streicheleinheiten und bedankte sich mit wohligem Geschnurr...
 

04/1/2008 Geh hinaus...

Geh hinaus und probiere etwas Neues, sei ein Individuum und suche dir deinen Weg.
Lynn Hill, amerikanische Sportkletterin


03/1/2008 die Stimmung ist hüben so genial wie drüben

Für alle die auf das Schlöfle im Egelmösli warten, gibt es heuer einen grossen Trost: zu Füssen des Bundeshaus wird seit ein paar Tagen Schlittschuh gelaufen. 
Kufenquitschen, fröhliches Lachen, einige Sprachfetzchen und Uhu-Rufe sind zu hören - Geschrei und Musikgeplääre hingegen fehlen gänzlich – Bern ist nicht New York und der Bundesplatz nicht das Rockefeller Center ;-) die Stimmung aber ist hüben so genial wie drüben…


01/1/2008 Viel Glück und viel Sonne im Herzen

unberührt und unbescholten steht es da, das Jahr
2008
ein Jahr, reich gefüllt mit
Zufriedenheit, Fröhlichkeit, Erfüllung,
Glück und ganz viel Sonne im Herzen
wünsche ich Euch allen!