31/12/2007 Panik?

Panik hin oder her
Das Tor 2007 schliesst in wenigen Minuten.
So oder so wird 2007 als vollendet ad acta gelegt.
Es ist wie es ist,
es gibt nichts mehr daran zu rütteln.

Auf gehts zu etwas Neuem !!!


29/12/2007 apropos "Lapsus mit Links..."

Die Kleine wollte uns natürlich auch mit Geschenklein überraschen. Zusammen mit ihrer Mama war sie den ganzen Sonntag am Werk. Alle Versuche der jungen Männer dem Mädchen das Geheimnis um diese Päckli zu entlocken, scheiterten. Dies sei ein Geheimnis. „Ja aber, was ist denn dein Geheimnis?“ „ Die Geschenklein sind mein Geheimnis“. Breites Schmunzeln von uns Frauen – wir können Geheimnisse für uns behalten uuund geben das schon so früh an das kleine Mädchen weiter, ha!

Zusammen mit dem Papa holte die Kleine die fünf Geschenkchen aus dem Auto. Jedes Paar hielt alsbald eine kleine Krippe in den Händen und alle, alle, alle strahlten bis über beide Ohren.

Der sichtlich stolze Papa erzählte uns, wie die beiden Frauen Figuren aus Ton ausgestochen, Schachteln mit Packpapier überzogen und Stroh auf den Heissleim geschüttet haben. Ganz deutlich wurde bei diesen Arbeiten sichtbar, wie geschickt kleines Mädchen mit der linken Hand hantieren konnte. Eine linkshänder Schere bestätigte später diesen Eindruck. Zum Glück sind Zeiten der „Umschulung“ von Linkshändigkeit passé. Zuversicht gegenüber der diesbezüglichen Zukunft machte sich breit – einige Familienmitglieder kennen sich nämlich in dieser Sache bestens aus…

Eine fröhliche Schar verabschiedete sich weit nach Mitternacht voneinander.
Ich sank in den Polstersessel und bedankte mich bei meinen Männern für das fantastische Zusammenspiel. Dabei fielen meine Augen auf ein verloren dastehendes Weihnachtspäckchen. Himmmmel, mir gelang doch tatsächlich mein Geschenk an kleines Mädchen zurückzubehalten. Ein Handyanruf ins Auto meiner Lieben klärte den Lapsus – uns stand ein Kaffeebesuch am Nachmittag bevor… und wer weiss, vielleicht freut sich die Kleine am Tag danach, auch noch über ein weiteres Geschenkchen.


28/12/2007 apropos Glücksmomente in Zeiten der Trauer

Als Erinnerung an eines der aussergewöhnlichsten Weihnachtsfeste, lasse ich diesen Teil der Tischdeko noch etwas stehen.

Um mich zu entlasten hat diesmal der Sohn die ganze Familie eingeladen – wir selber fungierten lediglich als Co-Assistenz. Zwölf Personen zählt unsere Familie nun. Ein ganz schönes Tschüppeli – uuund ich musste mir also im Voraus überhaupt keine Sorgen über wie-wann-wo-was machen. Der Sohn wollte der Familie ausserhalb des Hauses eine etwas andere Weihnachtsüberraschung bieten.
Einzig die Kulinarik lag in meinen Händen. Wir zählten unsere Stühle, das Geschirr, die Gläser und das Besteck, überlegten welche Tische zur Verfügung standen und einigten uns auf Wegwerftischwäsche. Der Liebste besorgte Letzteres und überraschte mich mit flammendem Rot. Hhhmmmm welche Doko passt zu Rot? Einschlägige Geschäfte boten natürlich geeigneten Kram und mit einem Gutschein in der Hand wurde dieser Einkauf an einem frühen, fast menschenleeren Einkaufsmorgen, zu einem speziellen Adventsvergnügen.

Auch die Vorbereitungen für das Festtagsessen – bei uns stand dasselbe auf dem Menuplan was 50% aller schweizer Hausfrauen traditionell auf den Weihnachtstisch bringen – gestaltete sich fröhlich und unbeschwert: schliesslich hatte ich ja nicht die Hauptverantwortung für den Abend. Die verschiedenen Saucen waren im Nu gerührt, die Gemüse bald blanchiert und schön auf den Platten angerichtet, sogar das Salate waschen und schneiden ging mir ring von der Hand.
Am Rande kriegte ich mit, wie die beiden Männer den Davoserschlitten hervorholten und im Dachstock alles fürs Apéro dekorierten und bereitstellten.
Pünktlich holten wir die Grosseltern ab um rechtzeitig am Treffpunk auf einer Autobahnraststätte anzukommen.

Aaaaaaber so ganz ohne Schrecken läuft es auch an Heiligabend nicht bei mir: Unterwegs fiel mir nämlich ein, dass das ganze schöne Fleisch fürs Weihnachtsessen noch im Tiefkühlschrank seiner Bestimmung harrte. Ufff, Herzrasen, flaues Gefühl und grosser Bammel vor der Reaktion meiner beiden Männer – beichten musste ich ja Augenblicklich… Meine Liebsten erwiesen sich als echte Gentlemen und verloren absolut kein schimpfendes Wort – der Liebste übergab dem Sohn das Steuer und in Windeseile erledigte sich die unvorhergesehene Aktion.

Der Rest des Abends war dann nur noch wunder- wunder- wunderschööööööön: Sternwanderung am Fusse des Weissensteins, Begrüssung eines Lichtermeeres, miteinander plaudern, zueinander schauen, Rücksicht nehmen und die Zusammengehörigkeit auskosten. Mittendrin zauberte der Liebste Rumpunch aus seinem Rucksack und der Sohn beförderte zwei Partybrote aus seiner Freitagtasche – die Überraschung gelang aufs Beste.

Sehr spät kehrten wir zurück. Trotzdem zeigten sich keine Ermüdungserscheinungen. Das Essen wurde genossen, die Gespräche plätscherten unaufhörlich und das kleine Mädchen durfte ab und zu ein Geschenklein auspacken. Ihre Augen strahlten. Sie musste natürlich alles, alles ausgiebig testen und ausprobieren und zog sich mit dem Urgrosi ein Weilchen zurück, um das Triangelspiel wohlklingend ertönen zu lassen…


22/12/2007 apropos "Glücks Notizen..."

Seit Jahr und Tag führe ich kleine Glückstagebücher – Kladden nicht schwarz sondern in sonnengelb gehalten – allerdings mit schwarzer Tinte beschrieben. Es sind keine grossartigen Dinge die ich notiere, vielmehr sind es kleine Alltäglichkeiten die mich erheitern, freuen und wohl tun. Kleine Dinge die ich vor dem Untergehen im ganzen Lebensrummel bewahren will.

Ich nehme an, dass mir nahe stehende Menschen diese Büchlein sehr wohl kennen, denn ich schleppe sie oft in meinem Reisegepäck mit mir rum. Vielleicht nimmt eine Freundin dies zum Anlass, mir folgende kleine Geschichte, die zu meinen gelben Kladden passt, zu zuschicken:

Die weise Frau mit den Bohnen
Eine sehr alte weise Frau war eine grosse Lebensgeniesserin und verliess ihr Haus nie ohne vorher eine handvoll Bohnen einzustecken. Sie tat dies nicht um unterwegs die Bohnen zu kauen.
Neinein, sie nahm die Bohnen mit, um so die schönen Momente des Lebens besser zählen zu können.
Für jede Kleinigkeit die sie tagsüber erlebte – zum Beispiel einen fröhlichen Schwatz auf der Strasse, ein köstlich duftendes Brot, einen Moment Stille, das Lachen eines Menschen, eine Tasse Kaffee, eine Berührung des Herzens, einen schattigen Platz in der Mittagshitze, das Zwitschern eines Vogels, für alles was die Sinne und das Herz erfreut, liess sie eine Bohne von der rechten in die linke Jackentasche wandern. Manchmal waren es auch gerade zwei oder drei Bohnen die auf einmal den Platz wechselten.
Abends sass die weise Frau zu Hause am Kamin und zählte die Bohnen aus der linken Jackentasche. Sie zelebrierte diese Minuten. So führte sie sich vor Augen, wie viel schönes ihr an diesem Tag widerfahren war und freute sich. Sogar an den Abenden, an welchen nur eine einzige Bohne zählte, war für sie der Tag gelungen – es hatte sich gelohnt ihn zu leben…


22/12/2007 ...sind wir alle Aktivisten - irgendwo?

 If you think you are
too small to be
effective, you have
never been in bed
with a mosquito.      


Betty Rees


19/12/2007 Weihnachtsmarkt

 

17/12/2007 es will Abend werden....

 

17/12/2007 Sereinas Engel

Wunderbare Freudenbringer

die 5 jährige Sereina zeichnet die tollsten Engel.
Der Sohn ist sich sicher, dass eine künftige Grafikerin am Werk sei...

Sereinas Mama schickt zur Zeichnung liebevolle und wohltuende Grüsse!
Alles passt - die Freude ist gross. Herzlichen Dank!


15/12/2007 wer kennt sich da noch aus...

Eine ansehnliche Menge Weihnachtsbücher haben sich im Laufe der Jahre bei mir angesammelt. Ich mag Künstlerbildbände und auch Kinderbilderbücher zum Thema Weihnachten sehr. Jedes Jahr kommen weitere Bücher dazu. Jaaa viele davon sind wunderschööön und sie sind es wahrlich Wert, gesammelt zu werden.
Unzählige Geschichten und Gedichte habe ich so für mich selber gelesen oder andern Menschen vorgelesen und erzählt.

Auch in diesem Jahr darf ich bei der offiziellen Weihnachtsfeier unserer Institution, nach dem Weihnachtskonzert, zwischen der Vorspeise (nach der Begrüssungsrede der Heimleiterin) und der Hauptspeise, eine Geschichte erzählen. Alle werden gwundrig auf das Festtagsmenü plangen und statt dass die Geschichte die Wartezeit verkürzen könnte, wird der Ausblick auf was Feines noch in die Länge gezogen…

Nach diesem ellenlangen Sätzchen wird die geneigte Leserin merken, wie sich das Ganze wirklich, wirklich aufs Äusserste ausbreitet und die Geschichte im Prinzip an ganz falscher Stelle angesiedelt ist..

Item für diese spezielle Weihnachtsabendsituation benötige ich die tollste, schönste und einprägsamste Geschichte aller Zeiten – schliesslich will ich die Menschen um mich herum nicht langweilen sondern ihnen einen wohltuenden Moment bescheren. Was eignet sich da besser als das, was die Meisten von Jugend her kennen?
Genau: diesmal wähle ich keine phantasievolle oder rührselige Geschichte einer bekannten Autorin aus. Stattdessen werde ich ganz einfach die Weihnachtsgeschichte nach Lukas 2 vorlesen.
Neinein nicht wie ursprünglich vorgenommen und wie ich mir seit ein paar Tagen als Übung einmal täglich vorlese, auf Berndeutsch – sondern die ganz gewöhnliche, allen seit alters her bekannte Lutherübersetzung werde ich hervorholen.
Insgeheim erhoffe ich mir dabei Hilfe von den Senioren – vermutlich werden sie mich wie im Gebet mit den Worten „ und es begab sich aber …“ leise flüsternd begleiten. Vielleicht werden dabei Erinnerungen wach – auf jeden Fall wird aber die ewige Geschichte ihre Gesichter zum Leuchten bringen und sie werden vermutlich innig daran erinnert, was sie vor langer, langer Zeit gehört haben: nämlich die ganze Geschichte von dem was vor mehr als 2000 Jahren geschehen ist – diese Generation der heutigen alten Menschen kennt sich darin noch aus…


14/12/2007 Provozierte Abwahl

Wer gestern den entspannten Christoph Blocher gesehen hat, ahnt wie sehr der SVP im Grunde diese Abwahl entgegen kommt. Die paar erzürnten und heulenden SVPler sind meiner Meinung nach gute Schauspieler oder uneingeweihtes Fussvolk. Offizielle Oppositionspolitik zu treiben wird sich leider als effizienter erweisen, als das was wir bis jetzt gesehen haben.

Der öffentliche Rauswurf der zwei SVP Bundesräte aus ihrer Fraktion schürt das Wohlwollen aller Parteien für diese Beiden. Im Übrigen bin ich aber überzeugt, dass sich die SVP Fraktion sehr wohl um ihre Bundesräte kümmern wird. Ich sehe diese ganze Aktion eher als einen strategisch durchdachten Streich der Herren Blocher, die die Abwahl von CB provoziert haben, um jetzt vollumfänglich agieren zu können.


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