30/5/2007 apropos "wie der Blitz..."

Firma Naef in Zofingen kann ich ein Kränzchen winden!
Sie machen Träume war.

Innert 24 Stunden und kurzem Mailwechsel, ist das Überraschungspäckli heute früh bei uns eingetroffen. Ersatzteile für das erwähnte Spiel Cella samt Spielanleitung für dieses und weitere Spiele.
Herzlichen Danke.

Und schon ist Cella wieder komplett.

Rainbow wird das nächste Naefspiel in unserer Sammlung sein - die Spieleanleitung wirkt Wunder…


 


28/5/2007 Apropos Sicherheit, Madame

Madame Calmy-Ray Aussage „Ich habe keine Angst vor den Schweizern“ ist Merkmal ihrer Persönlichkeit schlechthin. Furchtlosigkeit tout par tout als Lebensstil – Chapeau Madame!

Angesprochen auf ihren Rütli-Auftritt entgegnete die First Lady:
„Es geht inzwischen um mehr als einen einfachen Auftritt der Bundespräsidentin auf dem Rütli. Jetzt geht es um Rede-, Meinungs- und Bewegungsfreiheit in unserem Land. Das sind Grundwerte unserer Gesellschaft. Diese stehen auf dem Spiel. Denn extremistische Bewegungen wollen die Äusserungsfreiheit der andern verbieten. Das ist undemokratisch und inakzeptabel.“ *

Wie klug es ist, zugunsten demokratischer Überzeugungen, auf angemessene, persönliche Sicherheit zu verzichten, sei dahingestellt. Madame Calmy-Ray’s Haltung empfinde ich jedenfalls als bewundernswert.


* Gerne hätte ich das ganze Interview der Sonntagszeitung mit Mme Calmy-Ray verlinkt. Aber der diesbezügliche Internetbeitrag von Tamedia bringt nur eine Rezension des Interviews. Schade.

 


27/5/2007 Apropos Spielereien

Homo Ludens – wir sind Spielende und werden hoffentlich immer Spielende bleiben.
Sich eine Weile mit ‚Cella’ zu beschäftigen ist eine wahrlich sinnliche Angelegenheit.

Schöne Farben, spezielle Formen, sanfte Geräusche, feiner Holzduft, geschmeidige Oberflächenstruktur, phantasievoller Spielmechanismus – kurz: bei diesem Spiel stimmt einfach alles.


Ich bin immer wieder aufs Neue fasziniert von Naef Holzspielen. Wer baut das waghalsigste Konstrukt? Wer gibt eine spannende/einleuchtende Erklärung dazu ab? Gibt es einen Sieger - oder muss ich den Abwasch wieder alleine machen (Verlierer helfen nähmlich mit...) ?

Ein Fehler hat dieses Spiel: es fehlen ihm die zwei kleinsten Elemente. Deshalb können keine kunstvollen Balancekonstruktionen mehr gebaut werden.


Jammerschade
Ob die Firma wohl einen Ersatz anbieten kann?

 


25/5/2007 stäckedöööörli espace und tamedia nerven

Hässig macht mich die Übernahme der Espace Media Group durch Tamedia.

Einmal mehr siegt die Geldgier.

Sie siegt, langfristig gesehen, über die Medienvielfalt. Eine Einheitsmeinung über die ganze Deutschschweiz hinweg wird sich zumindest medial breit machen. Schluss mit differenzierter Meinungsbildung durch die Medien. Graffenried selber wollte in früheren Jahren immer die Vielfalt erhalten und setzte sich vehement für die Bernergruppe ein. Und jetzt?

Ist es die Angst vor Altersverblödung die den alten Mann so handeln lassen? Angst war noch nie ein guter Ratgeber. Angst vor dem Internetauftritt? Auch wenn Graffenried im Denken jung geblieben ist und er immer noch sehr wortgewandt und kluge Diskussionen führt, könnte er im Bereich „Neuemedien“ verunsichert sein. Hier sieht er offenbar die Problematik nicht mehr realistisch.
Oder ist die Synergienutzung im Internetbereich einfach ein gut gewählter Vorwand den Zusammenschluss zu begründen?
OK Synergien lassen sich immer nutzen – das stimmt. Die Frage stellt sich mir, auf wessen Kosten diese Synergien genutzt werden.

Neinein weder Angst noch wirtschaftlichen Zukunftsüberlegungen sondern pur Geldgier ist aus meiner Sicht hier Motivationsträger – da können mir Verwaltungsräte noch solange mit gut gewählten Worten und tollen Argumentationen das Gegenteil vorbeten.
Wenn eine Mediengruppe 250 Mio umsetzt und dabei 23 Mio Reingewinn erzielt, bezeichne ich sie als erfolgreich.

Ein Zusammenschluss mit Tamedia stärkt die eh grössere und gewinnbringendere Zürcher Gruppe.
Der Zusammenschluss bereichert die Besitzer und Verwaltungsräte (und ein mega Goup am Lebensende noch glücklichere und fröhlichere Erben zu sehen.)
Der Zusammenschluss bringt vielen Mitarbeitenden Verdruss: es wird unweigerlich Personaleinbussen geben. Die veröffentlichten Vergleichszahlen beweisen, dass Tamedia Prozentual mit 1/3 weniger Personal auskommt, aber nur wenige % mehr Rendite erwirtschaftet… was das heisst kann sich jeder selber ausdenken.

menschmeiersakramentundstäckedöööörli

 


24/5/2007 Überraschung

isabo von is a blog kriegt Geschenke – wunderbar!

Schenken - Beschenken und Geschenke erhalten, war neulich an unserem Tisch ein heiss diskutiertes Familienthema. Meine beiden Männer schenken jahrein, jahraus immer wieder aus dem Bauch heraus. Hier ein Büchergutschein, da Blumen und dort ein unverhofftes Klinkerlitzchen das mir Freude macht. Die Beiden sind wahre Goldschätze.

Warum trotzdem eine heisse Diskussion entflammte?

Die Ferienplanung fürs Jahresende steht an – und somit erwähnte ich, doofer Weise, den Dezember, mein Lieblingsmonat im Jahr. Schon die Bezeichnung ‚liebster Monat’ brachte meine Männer auf die Palme. Ja OK es ist Frühsommer - da sollte das Wort ‚Dezember’ eh tabu sein. Im Zusammenhang mit Jahreswechselferien aber nicht auszuschliessen, oder? Uuund waas um Himmelswillen, soll am Dezember so wunderbar sein, wollten die Zwei wissen. Naja, das Freude bereiten, das Päckchen packen und das Schenken halt… Hopperla, da habe ich ein zünftiges Feuerchen entfacht. Jedes meiner guten Argumente, liess die Flammen noch etwas höher züngeln…
Nun weiss ich es ein für allemal: meine beiden Männer hassen offizielle Geschenktage aufs Äusserste. Valentinstag, Namenstage, Ostern, Muttertag, Geburtstag und und und - auf all diese Tage könnten die Zwei grosszügig verzichten. Um wenigstens den schlimmsten Geschenktagen zu entrinnen, wollen mir meine beiden Männer wunderbare Ferientag in den Bergen schenken. Und ich? was soll ich ihnen schenken, jetzt wo ich weiss wie sehr sie das Schenken hassen?

Kichernd schreibe ich diese Zeilen. Sie hätten dabei sein sollen bei dieser Diskussion – Ihnen ist eine wahrlich theatralische Szene entgangen.

Nur wenige Tage später steckt mir der Liebste an der Kasse meiner Buchhandlung eine grossen Schein in die Hand – er schenkt bezahlt meinen Bücherstapel.
Wenige Stunden später beschenkt verblüfft mich der Sohn mit einem kleinen Kärtchen. Darauf steht eine URL und dahinter befindet sich dies ….

Und da soll jemand sagen Schenken und Beschenken sei nicht herrlich schööööön

 

Übrigens: In meiner Obhut befinden sich längst zwei Päckchen, die ich nächstens an Mann bringen will…
Meine Vorfreude ist schier grenzenlos – ganz sicher habe ich das Richtige getroffen um Mann und Sohn freudig zu überraschen hihihi


22/5/2007 apropos glücklich?

Glücklich?
Ja klar - ich weiss genau wieviel ich mir zumuten kann
und habe deshalb auch kein Problem "Nein" zu sagen,
dann wenn ich mir mehr Zeit für mich persönlich gönnen will/soll/muss

 

 

 

 

 

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21/5/2007 Hallo Zäme

 
Sehr schweren Herzens habe ich  von meinem in Deutschland angesiedelten Blogg Abschied genommen.

Blogg. de danke ich von Herzen für die wunderbare Zeit! Abgesehen von der Werbung, fühlte ich mich sehr wohl bei Blogg de.

 

Nun geht es also „z’grächtem“ hier weiter.

Ich freue mich darauf, dieses apropos.kaywa Blog hier mit Leben zu füllen und hoffe ganz feste aufs Gelingen, mein neues virtuelles Zuhause überall richtig ummelden zu können.

Wir werden sehen.

 

 

 


20/5/2007 apropos "Grosszügig Wohnraum zur Verfügung haben..."

apropos "Grosszügig Wohnraum zur Verfügung haben..."

 

Grosszügig Raum zur Verfügung zu haben ist von je her eines meiner Grundbedürfnisse.
Als Kind fühlte ich mich in meinem 12m2 Mädchenzimmer wie in einem Palast. In Afrika waren dann auch 60m2 für den Liebsten und mich mehr als ausreichend. Zurück in Europa bewohnten wir danach immer Wohnungen mit weit über 100m2, das letzte Haus mass sogar mehr als doppelt soviel
Wie sehr habe ich doch die Weite der einzelnen Zimmer genossen. Haushalten ist mir nie so leicht gefallen wie in diesen grossen Räumen. Für alles und jedes war genug Platz vorhanden – nie bin ich über irgendeinen Gegenstand gestolpert – nie musste ich mir darüber Gedanken machen, ob da oder dort eine Bodenvase voller Blumen und Zweige placiert werden könnte oder gar wo sich das Schaukelpferd für unsere kleinen Gäste inTrab halten liesse. Waren das herrliche Zeiten.
Heute wohnen wir in unserem klitzekleinen Hexenhäuschen – wohlüberlegt notabene. Wir wollen uns nicht in späten Jahren von unserem liebgewordenen Zuhause trennen – viel lieber wollen wir schon früh ein bleibendes Daheim lieb gewinnen. Mit fast der Hälfte an Mobiliar sind wir also hier eingezogen – Brockenstuben wollen ja schliesslich auch bestückt werden. Das kleine Haus ist für mich trotz geringerer Grösse zu einem Bijou geworden.

Anyway: ab und zu beschleicht mich Heimweh nach grossen Räumen.

Als Therapeutikum lese ich folgende Parabel:
Ein armer Mann kommt zum Mullah und beklagt sich darüber wie er mit seiner ganzen Familie, Frau, Kinder, und Eltern in einem ganz kleinen Raum leben müsse. Es sei kaum auszuhalten vor Enge. Streit und Hader seien an der Tagesordnung. Ob der Mullah im helfen könne?
Der weise Mullah fragt ihn: “Hast du eine Ziege? Hast du Hühner?“
Der arme Mann hat eine Ziege und ein paar Hühner.
„Dann nimm deine Hühner und die Ziege auch noch in den Raum mit hinein.“
„Aber Ehrwürden, wie können sie mir einen solchen Rat geben? Ich sage euch ja, wir drücken uns sowieso schon fast tot.“
Der Mullah aber lässt nicht locker: “Nimm die Ziege und die Hühner mit in die Stube.“
Nach zwei Wochen kommt der arme Mann wieder. Er zittert am ganzen Körper „Ehrwürden, kann ich jetzt die Ziegen und die Hühner wieder zurück in ihren Verschlag tun?“
Der Mullah erlaubt es. Einige Zeit später kommt er an der Behausung des armen Mannes vorbei und fragt: „Nun, wie geht es, ist es immer noch so eng bei euch?“
„Ehrwürden“, antwortet der arme Mann, „uns geht es gut. Wir haben das Gefühl in einem Palast zu wohnen.“


 


20/5/2007 Archiv 19.05.2007

apropos "Samstag..."

 Samstag, der dritte freie Tag in Folge.
Endlich kann ich von gewöhnlichen Alltagssorgen abstand nehmen und ausspannen. Endlich zeigt sich das Wetter von der allerschönsten Seite. Endlich lädt der Garten zum Relaxen ein.
Den Sonnenschirm habe ich in die richtige Stellung gerückt, den Liegestuhl mit der weichen Matte versehen, Zeitschrift und Buch aufs improvisierte Tischchen gelegt und kühlende Getränke aus der Küche geholt. Genüsslich räkle ich mich auf der Liege und schiebe mir ein Kissen in den Nacken. Nachbars Rasenmäher heult auf. Von weiter Hinten höre ich die Klopfgeräusche des Gartenbauers der eine neue Abgrenzmauer aus langem, dickem Vierkantholz zusammenfügt, die er zwischendurch mit der Kreissäge auf die richtige Länge stutzt. Nebenan quengelt und jammert das jüngste Kind. Sportflieger drehen runden über unserem Quartier und von weither sind ab und an Klavieretüden zu hören. Es ist Samstag, der dritte freie Tag in Folge. Die Leute haben genug geruht und machen sich endlich an die Arbeiten die schon lange fällig wären…
… und auf einmal ist alles Still.
Nur noch das Flirren der Libellen, das Summen der Hummeln und das zwitschern der Vögelchen ist zu hören. Erstaunt schaue ich mich um. Nichts. Die Sonne strahlt aufs Lieblichste. Der Garten ringsum sieht feiertäglich aus. Kein aussergewöhnliches Tönchen stört diese Idylle, endlich ist alles ruhig. Was will ich mehr? Oder fehlt nun etwas? Vielleicht höre ich doch sehr gerne zu, wenn Leben
stattfindet?

 

 

 


20/5/2007 Archiv 18.05.2007

 

apropos "Sicherheit..."

 
Sorgfältig zupfe ich ein samtweiches Blatt nach dem Andern von der Muttertagsrose. Auskosten will ich diese symbolträchtige Blüte bis zu allerletzt. Während ich ein Kerzchen mitten im Blättermeer entzünde huschen meine Gedanken zurück zum vergangenen Sonntag.
Familie.
Unterschiedliche Charaktere.
Ungleiche Lebenswege.
Verschiedenartige Ansichten. 

Erstaunlicher Weise gibt es etwas Grosses, etwas Verbindendes das uns zusammenhält. Dieses Etwas lässt uns die lebhaften Diskussionen, die unterschiedlichen Meinungen und die eifrigen Auseinandersetzungen in guter Atmosphäre führen. Wir sind aneinander interessiert.
Wo anders wird so viel Liebe geschenkt wie in der Familie? Wo sonst gibt es so viel Wohlwollen, so viel Unterstützung, so viel Zuneigung wie in der Familie? Mitten unter den Lieben kann sich jedes sicher fühlen und gerade deshalb auch kontroverse Denkweisen darlegen. Hier spielt nichts anderes eine Rolle als zu sein wie jedes einzelne für sich selber ist. Einander zuhören – oft, aber nicht immer, sind Aha-Erlebnisse möglich – Denkanstösse kommen jedenfalls immer an. Die Liebe zueinander ist tragendes Lebenselement. Da wo Liebe ist, können die verrücktesten Umfeldkonstellationen ausgelebt werden ohne einander zu erdrücken. Lieben heisst auch vertrauen. Liebe gibt Sicherheit.

 

 


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