06/3/2007 apropos lesen, lesen und noch einmal lesen

Demnez. Ursprünglich ein Tabuwort – heute in aller Munde – und trotzdem sind Begegnungen mit angehörigen Menschen die an einer Demenz erkrankt sind, oft äusserst schwierig.

Betroffen sein – Berührt sein – Schutzlos sein.
Annette Pehnt nimmt diese Wehrlosigkeit auf und gestaltet einen Liebesroman mitten in diesem Milieu.
Mich überrascht die Sensibilität in der die Autorin die unterschiedlichsten Szenarien zu schildern weiss.

In einer der reizendsten Schlüsselszenen geht es um Folgendes:
Das Kind des Protagonisten, ein Wochenendvater, will den Opa besuchen. Den Opa an den die Kleine die allerschönsten Erinnerungen hat, denn der alte Mann erzählte früher so wunderbare Märchen.
Wie sag’ ich’s nur meinem Kinde: der Professor-Opa ist längst nicht mehr der Mann der er einmal war und Besuche mag er eigentlich gar keine mehr. Das Kind setzt sich über Vaters Bedenken hinweg, zeichnet ein wunderschönes Bild für den geliebten Grossvater und steuert anderntags den Besuch bei Opa an.
Das Kind lässt sich von der eigentümlichen Situation in der sie Opa antreffen, nicht beirren. Ganz selbstverständlich und zutraulich wie eh und je fordert die Kleine ein Märchen vom alten Mann. Mit leuchtenden Augen nimmt der alte Mann seine Aufgabe an und erzählt dem Mädchen ohne Märchenbuch und voller Enthusiasmus die Geschichte von Rapunzel….

Ich bin total beeindruckt wie die Autorin die Situation erfasst hat und mit welcher Weisheit sie durch das Kind in die Vergangenheit des alten Mannes zurückgreift, wie sie den erkrankten Mann für einen Moment wieder den strahlenden, liebe- und humorvollen Opa/Vater sein lässt.

Gefühle zeigen, Freude ausleben und in den guten Momenten der Vergangenheit schwelgen: so können immer wieder Augenblicke gelingen, in denen demenzerkrankte Menschen ihre eigenen noch vorhandenen Stärken erleben dürfen.





03/3/2007 Umgesetzte Erinnerungen und Gedanken

Motiviert durch den Aufruf von Textil Tuesday etwas zum Thema „Afrika“ zu gestalten, wollte ich mich gleich ans Werk machen.

A F R I K A
Für mich allerschönste Erinnerungen an frühe Ehejahre.
Europa verlassen und in eine andere Kultur eintauchen.
Mich von kleinbürgerlichen Traditionen und Zwängen loslösen.
Enorme Weite und Freiheit erleben.

Den Schrei nach Frieden hören.
Das Verlangen nach „One Man one Vote“ nachvollziehen können.
Spüren was es heissen kann, in Unfreiheit leben zu müssen.

Ein Land – zwei Welten.

Nur meine weisse Haut, die ich mir nicht selber verliehen habe, liess mich damals das wunderschöne und wirklich herrliche Südafrika in seiner unendlichen Vielfalt erleben. Meine Unerschrockenheit und auch meine Unerfahrenheit liessen mich unbedarft Dinge am Rande der damaligen Legalität verrichten. Anyway – Südafrika eine zweite Heimat nach der ich mich immer sehne.



Menschen? Rote Erde? Unendliche Weite? Sonne? Proteas? Tiere? Meer?

Gedanken und Erinnerungen nähte ich heute in diesen kleinen (22cmx66cm) Wandteppich (Bildausschnitt). Die Sonne Afrikas symbolisiert für mich das Tor, dessen Durchschreiten das Besondere in unserem Leben möglich macht.



03/3/2007 Bild mit Seltenheitswert

Danke Freunde, für dieses herrliche Schneebild aus dem Bündnerland und den dazugehörenden Grüssen.


Atmen
durchlässig sein
Dinge zulassen dürfen.

Regelmässig Atem holen und sich völlig entspannen.
Den Körper in den Schlaf schicken und den Geist von überflüssigen Gedanken befreien.
Innere und äussere Ruhe empfinden.
Ein helles Licht in mich hinein projizieren und es im sorgfältigem Ein- und Ausatmen in jede meiner Zellen schicken.
Dieses Licht benenne ich jeweils beim Ausatmen. Meinen ganzen Körper erfülle ich damit.

Es entwickelt sich genug Energie um sie auch weiter zu schicken …
zu Dir, zu Dir und auch zu Dir.